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MAXIMILIAN
HECKER
romantischer pop aus deutschland
interview am freitag 09. mai 2002 im el lokal in zürich |
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photo by alexander obst
Sex ist
zumindest nicht das, was man denkt was es ist, wenn man es noch nicht
gemacht hat...
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(12.05.03/lp) Inga
Humpe, die Sängerin von 2Raumwohnung, und Maximilian Hecker sprechen
gerne über die Liebe. Doch die zwei Kollegen haben noch mehr gemeinsam. Eine andere Liebe: die Musik. Maximilan Hecker
bringt bereits seine zweite CD "Rose" heraus. Wer steckt
hinter dieser romantisch/melancholischen Musik? Wir haben den
Künstler, kurz vor seinem Konzert im "El Local" getroffen.
Bei Maximilan gibt es
keine Standardantworten. Hecker lebt in seiner eigenen Welt. Als wir gefragt haben, wie
er dazu kommt solche eigenwillige Musik zu machen, antwortete er: "Das sind doch
ganz normale Pop Songs..."
Tieftraurige,
eigenwillige Songs in einer rapiden Zeit, voller Popstars-Kinder. Ist
das Schreiben von solchen Tracks für dich so etwas, wie eine Flucht?
Grundsätzlich schreibe ich Songs, weil ich Musik gerne habe. Aber
klar, so übertrieben-romantische Lieder sind sicherlich ein
Ausgleich. Im Alltag ist man ja ziemlich unromantisch und pragmatisch.
Auf deiner CD hört
man melancholischen Pop, Electro Pop und manchmal etwas Drum'n'Bass.
Welche Musikstilrichtung gefällt dir den am Besten?
Wenn ich ein Song schreibe, dann habe ich irgendwelche Ideen und dann
merke ich, dass die Musik zum Beispiel nach Radiohead oder A-ha
klingt. Und weil dann die Stilrichtung stimmt, lass es ich es einfach
so bleiben. Dann ist es auch egal, wenn ich zum Beispiel mit Drum'n'Bass
nichts am Hut habe. Wenn die Stimmung es so will, dann kann es sein,
dass ein oder zwei Tracks mit einer Groovebox arrangiert werden. Am
liebsten höre ich so Gitarren-Pop à la Radiohead.
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Was hältst du von der
"Neuen Deutschen Welle"?
Zu dieser Zeit habe ich immer die alten Platten meiner Eltern gehört.
In meiner Jugend hatte ich mit aktuelle Musik nichts am Hut.
Deine Musik klingt etwas nach Jay Jay Johanson?
Ja, die Inga hat mir mal eine CD in die Hand gedrückt und gesagt,
dass meine Musik etwas nach Jay Jay Johanson klingt. Aber ich teile
diese Meinung nicht unbedingt.
Apropo Inge, was für eine Verbindung hast du zu ihr?
Ich habe hin und wieder Strassenmusik gemacht. An einem bestimmten Ort
in Berlin, wo sie oft vorbei kamen. So habe ich Inga und Thommi vor rund
drei Jahren kennen gelernt. Sie haben mich zu einer Party
eingeladen. Ich habe anschliesend Demos im Verlag abgegeben, wo sie unter
Vertrag sind. Inzwischen steht mir Inga zur Seite, wenn es um Fragen
im Musikbusiness geht. Bei ihr bin ich mir sicher, dass sie mich nicht
verarschen will. Ausserdem interessiert sie sich für mein
Liebesleben. Sie ist so etwas wie die Beschützende der
Liebenden.
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Zum Titel "Rose"...
Nicht "Rose" wie die Blume, sondern "Rose"
(englisch ausgesprochen), den Name einer Frau. Doch es geht um den
Namen und um die Blume. Um die Rose, die so schön ist, dass
man sie anfassen will, sich aber damit auch verletzen kann: "Ist
das eine schöne Blumen, die will ich haben... au!"
Deine Musik klingt manchmal nach Film-Musik. Hast du dir auch schon
mal überlegt in einem solchen Projekt mitzumachen?
Mein aller erste Veröffentlichung war ein Songbeitrag zum Soundtrack
des Filmes
"Alaska DE". Das war der Anfang. Danach kam der
Vertrag.
Wie kommst du zum
Titel "Kate Moos"
Zur Zeit, als ich das Lied geschrieben habe, hingen zwei Poster von
Kate Moos bei mir in der Wohnung. Da ich kein Titel für diesen Song
gefunden hatte, habe ich
den Track spontan nach Kate Moos betitelt.
Was ist das
eigentlich für ein Störgeräusch auf Track 10?
Das ist kein Störgeräusch. Das ist ein verzerrtes Schlagzeug.
Wie bist du denn dazu
gekommen, so etwas in deinem Track einzubauen?
Das ist wie bei einem Witz. Man kann was erzählen und dann kommt die
Pointe und es gibt dann Leute, die verstehen sie nicht. Man müsste es
halt verstehen oder nicht. Was du nicht was ich meine? Bei diesem apokalyptischen
Song wollte ich einfach eine Steigerung hereinbringen im ganzen Song.
Es ist ein Ausdruck von extremen Gefühle. |

"Ist
das eine schöne Blumen, die will ich haben... au!"
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Liebe ist...
(Pause...) Liebe ist.... (Pause) wenn man sich für eine Person
entscheidet... Das Verliebt sein mal ausgeklammert... Wenn das
so ein Zusammenleben ist, das so im Alltag stattfindet...
Sex
ist...
Na ja, weiss ich auch nicht. Ich will ja auch rausfinden, was
Sex ist. Sex ist zumindest nicht das, was man denkt was es ist,
wenn man es noch nicht gemacht hat. Es ist auch nicht das, was
man denkt, wenn man erotische Fantasien hat. Es ist am Schluss
tatsächlich so, dass man die Person mögen muss, sonst hat man
eine Intimsphäre überschritten und man fühlt sich schlecht.
Ich glaube, dass man den Wunsch nach einer praktischen
Befriedigung hat und dass man durch den Akt, die Befriedigung,
die man sich eigentlich vorgestellt hat, gar nicht kriegt. Es
ist mehr so: Das sich umarmen und kuscheln und dann steckt man
auch noch was irgendwo rein.... So gesehen... Und nicht... So
das ficken danach. Der Haupteffekt ist mehr die Sympathie, das
sich Lieben und eben nicht die Befriedigung, weil man da mehr
davon hat, wenn man sich eine herunterholt. Kriegt
ist...
Ein hochgerechneter Sandkastenspiel. Ein paar Leute, die sehr
egozentrisch sind und keine soziale Fähigkeiten haben und
unglücklicherweise an der Macht sitzen. Krieg ist
emotionalgetrieben. Etwas naives |
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