(10.02.09/lp) Nek macht momentan eine Promo-Tour
durch Europa für seine neue CD "Un'altra
Direzione". Zürich war auf seiner Liste und gay.ch als
Interviewpartner ebenso. So trafen wir ihn in Zürich und
plauderten zusammen.
Die gute Laune war ihm ins Gesicht geschrieben. Seine Art ist
unkompliziert und locker. Doch zuerst muss Nek mal für kleine
Jungs...
gay.ch: Hallo, ich komme von gay.ch (ich zeige ihm die
Zeitschrift)
Nek: Darf ich die behalten?
gay.ch: Na klar.
Nek: Ich sollte mal auf die Toilette, darf ich?
gay.ch: Nein!
Nek: (lacht) Ich bin gleich wieder da.
Nek kommt zurück: So... Let's go!
gay.ch: Dein neues Album... Bist du zufrieden mit dem Ergebnis,
oder gibt es etwas, das du im Nachhinein sagst: "Das
hätte ich besser machen können!"?
Nek: Ich bin sehr zufrieden. Jeder Song ist genau so rausgekommen,
wie ich ihn wollte.
Auf der CD findet man den Song "Walking Away", ein Duett
mit Craig David. Wie kam es dazu? Er kam auf mich zu, weil Craig meine Stimme gut findet. Ich habe
meinen Part in meinem Studio, er seinen Teil in seinem Studio
aufgenommen. Anschliessend bin ich nach London, wo wir gemeinsam
den Clip dazu gedreht haben. Wir sind Freunde geworden,
telefonieren und senden uns SMS. Er ist ein "great Guy".
Das war ein gutes Experiment, dass mir sehr gut gefallen hat.
Ich habe gelesen, dass du nicht nur ein bisschen nach Sting
klingst, sondern, dass er für dich eine Inspirationsquelle
ist.
Ja. Wir kennen uns seit 1999 und ich war letztes Jahr in seinem
Haus in der Toscana. Er ist mein Master! Ich würde gerne mit
ihm einmal ein Duett machen.
Was denkst darüber, dass gewisse Leute dich ein
bisschen mit Sting vergleichen? Nun... Das ist ein Kompliment für mich. Da fühle ich
mich geehrt, doch er macht seine Musik und ich mache meine Musik.
Reden wir über deinen ersten grossen Hit "Laura non
c'e": Fragt man dich heute noch, wer Laura eigentlich ist?
Ja klar, diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Der Song ist
eine wahre Geschichte. Sie handelt von einer Trennung: Es geht
darum, dass diese Frau dir einfach nicht aus dem Kopf geht und du
das Gefühl hast, sie überall zu sehen. Es ist eine
"maniac situation".
Also gibt es Laura tatsächlich...
Ja, aber sie heisst nicht wirklich so. Ich habe diesen Namen
gewählt, weil er elegant ist und musikalisch gut klingt.
Apropo Laura: Du hast ja mit Laura Pausini im Jahr 2002 ein Duett
aufgenommen. Hast du noch Kontakt mit ihr?
Nein, zur Zeit nicht. Hast du sie mal getroffen?
Wir haben sie kürzlich getroffen. Sie redet gerne und viel... (lacht) Stimmt. Sie ist ganz süss.
Wie sieht es aus: Hast du verrückte Fans? Groupies...
Stalker...?
Ja, ja, ja... (lacht) Zum Glück! Ich mag sie. Als
Künstler brauchst du sie, weil das heisst, das man deine
Musik mag. Das ist das, was ich erreichen möchte: Dass ich
die Leute mit der Musik berühre. Ich mag das, wenn die Leute
vor dem Hotel stehen und dich berühren wollen und versuchen,
ein Autogramm zu bekommen. Das ist ein gutes Zeichen und zeigt,
dass du es richtig machst.
Eine andere Richtung (Un'altra Direzione): Wie darf man diesen
Titel verstehen?
Ich mache schon lange Musik und ich begegne immer wieder anderen
Menschen, sehe andere Städte und so weiter. Musik ist
für mich eine Reise, deren Richtung sich stets
verändert. Eine neue CD ist ein neues Abenteuer, ein neuer
Abschnitt in meinem Leben und... natürlich eine neue
Richtung.
"Un'altra direzione" - Nek liefert
auf seiner neuen CD soliden Pop/Rock-Sound. WETTBEWERB