NEK
interview in zürich, 06.02.09

(10.02.09/lp) Nek macht momentan eine Promo-Tour durch Europa für seine neue CD "Un'altra Direzione". Zürich war auf seiner Liste und gay.ch als Interviewpartner ebenso. So trafen wir ihn in Zürich und plauderten zusammen.
 

 


Die gute Laune war ihm ins Gesicht geschrieben. Seine Art ist unkompliziert und locker. Doch zuerst muss Nek mal für kleine Jungs...

gay.ch: Hallo, ich komme von gay.ch (ich zeige ihm die Zeitschrift)
Nek: Darf ich die behalten?
gay.ch: Na klar.
Nek: Ich sollte mal auf die Toilette, darf ich?
gay.ch: Nein!
Nek: (lacht) Ich bin gleich wieder da.

Nek kommt zurück: So... Let's go!

gay.ch: Dein neues Album... Bist du zufrieden mit dem Ergebnis, oder gibt es etwas, das du im Nachhinein sagst: "Das hätte ich besser machen können!"?

Nek: Ich bin sehr zufrieden. Jeder Song ist genau so rausgekommen, wie ich ihn wollte.

Auf der CD findet man den Song "Walking Away", ein Duett mit Craig David. Wie kam es dazu?
Er kam auf mich zu, weil Craig meine Stimme gut findet. Ich habe meinen Part in meinem Studio, er seinen Teil in seinem Studio aufgenommen. Anschliessend bin ich nach London, wo wir gemeinsam den Clip dazu gedreht haben. Wir sind Freunde geworden, telefonieren und senden uns SMS. Er ist ein "great Guy". Das war ein gutes Experiment, dass mir sehr gut gefallen hat.

Ich habe gelesen, dass du nicht nur ein bisschen nach Sting klingst, sondern, dass er für dich eine Inspirationsquelle ist.

Ja. Wir kennen uns seit 1999 und ich war letztes Jahr in seinem Haus in der Toscana. Er ist mein Master! Ich würde gerne mit ihm einmal ein Duett machen.

Was denkst darüber, dass gewisse Leute dich ein bisschen mit Sting vergleichen?
Nun... Das ist ein Kompliment für mich. Da fühle ich mich geehrt, doch er macht seine Musik und ich mache meine Musik.

Reden wir über deinen ersten grossen Hit "Laura non c'e": Fragt man dich heute noch, wer Laura eigentlich ist?

Ja klar, diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Der Song ist eine wahre Geschichte. Sie handelt von einer Trennung: Es geht darum, dass diese Frau dir einfach nicht aus dem Kopf geht und du das Gefühl hast, sie überall zu sehen. Es ist eine "maniac situation".

Also gibt es Laura tatsächlich...

Ja, aber sie heisst nicht wirklich so. Ich habe diesen Namen gewählt, weil er elegant ist und musikalisch gut klingt.

Apropo Laura: Du hast ja mit Laura Pausini im Jahr 2002 ein Duett aufgenommen. Hast du noch Kontakt mit ihr?

Nein, zur Zeit nicht. Hast du sie mal getroffen?

Wir haben sie kürzlich getroffen. Sie redet gerne und viel...
(lacht) Stimmt. Sie ist ganz süss.

Wie sieht es aus: Hast du verrückte Fans? Groupies... Stalker...?

Ja, ja, ja... (lacht) Zum Glück! Ich mag sie. Als Künstler brauchst du sie, weil das heisst, das man deine Musik mag. Das ist das, was ich erreichen möchte: Dass ich die Leute mit der Musik berühre. Ich mag das, wenn die Leute vor dem Hotel stehen und dich berühren wollen und versuchen, ein Autogramm zu bekommen. Das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass du es richtig machst.

Eine andere Richtung (Un'altra Direzione): Wie darf man diesen Titel verstehen?

Ich mache schon lange Musik und ich begegne immer wieder anderen Menschen, sehe andere Städte und so weiter. Musik ist für mich eine Reise, deren Richtung sich stets verändert. Eine neue CD ist ein neues Abenteuer, ein neuer Abschnitt in meinem Leben und... natürlich eine neue Richtung.

 
people image"Un'altra direzione" - Nek liefert auf seiner neuen CD soliden Pop/Rock-Sound. WETTBEWERB