JENNIFER RUSH
fone-interview

people image(18.03.10/lp) Dreizehn Jahre sollten vergehen, bis Jennifer Rush wieder ein Album veröffentlicht. Zur Zeit ist sie in Deutschland auf Promo-Tour. Wir haben am Telefon mit ihr ein lustiges Gespräch geführt.

Die gebürtige Heidi Stern hat beim Sprechen ein flottes Tempo drauf und sie hat vor allem Humor!

Ich verschone dich jetzt - wir machen das Interview auf Englisch. Du hast in der letzten Zeit sicher genug Deutsch sprechen müssen...

(lacht) Du bist ein Gentleman, aber ich hätte das Interview auch auf DEUTSCH gemacht...

Bist du in den letzten Jahren zwischendurch mal aufgetreten?

Ja sicher, mal in England, in Spanien, mal in Deutschland... Obwohl ich in erster Linie Mama sein wollte, bin ich nicht etwa zur Hausfrau mutiert. Ich habe auch viel Sport gemacht und so... Tja, und meine Tochter ist jetzt eine Jugendliche und... Sie will mich nicht mehr (lacht)!

Welcher der neuen Songs ist dein absoluter Favorit?

Ich weiss, ich weiss, die Leute denken ich schwatze irgend was belangloses wenn ich sage, dass mir alle Songs gefallen. Aber so ist es. Ich lüge nicht, wenn ich das sage (lacht)! Für mich ist jeder Song ein "little baby". Ich mag jeden Song aus einem anderen Grund: Ob schnelle Tracks oder Balladen. Es ist auch stimmungsbedingt, welcher Song mir dann im Moment gerade etwas mehr gefällt...

Dieses Mal hast du aber an keinem Stück mitgeschrieben...
Zuerst fand ich das auch ein bisschen strange, und es gab tatsächlich Lieder von mir, die auf der "Wahlliste" waren, aber ich wollte, dass das Album als Ganzes funktioniert. Wir haben die Tracks so zusammengestellt, wie wenn man ein Bild malt. Meine Songs haben nicht reingepasst.

Gibt es Songs, die du aufgenommen hast, die aber nicht auf dem Album sind.
Viele, vor allem aber Demos. Aber wer weiss, vielleicht packen wir mal ein paar davon und machen irgendwas damit.

Der Song "Just This Way" klingt am Anfang nach Modern Talking...

(lacht) Du bist nicht der einzige, der das sagt: Das höre ich immer wieder! Also... Ich find das "funny" (lacht).

Wird es auch Remixe geben, so für DJs und so?
Jaaaaa. Wir sind uns aber noch nicht ganz schlüssig: Ich denke jedoch von "Down On My Knees" oder/und "Echos Love".

Kannst du dich noch an die Geschichte erinnern, als das "Verstehen Sie Spass?"-Team dich im Fahrstuhl eingeschlossen hat?

(lacht) Wie könnte ich diese Aktion vergessen? Herrlich, ich muss sie ungedingt wieder mal ansehen. Obwohl man mir das nicht ansieht: Ich hatte da schon ein Stück Angst und wollte natürlich da raus... Als Harald Schmidt dann reingekommen ist, hatte ich noch mehr Angst, ich wusste ja nicht, was der Mann will und als er mich als Putzfrau darstellte, glaube mir, da war ich im Moment ein bisschen sauer: Ich dachte mir "Da läuft irgendeine Putzfrau rum, aber das bin nicht ich..."

Singt deine Tochter auch gerne?

Ja, schon, aber eine "Judy Garland/Liza Minelli-Fortsetzung" wird es bei uns nicht geben (lacht). Ariel singt in der Schule in einer Band, aber sie entscheidet selber, was sie will oder nicht. Ich dränge sie zu nichts.

Welche Musik hört sie denn gerne?
Alternative Musik - Eminem mag sie ganz gut. Aber ich staune immer wieder, was sie im Internet rausfischt: Ein 70s-Track hier, mal ein Rock-Song da... Ich denke dann so: "Ai, Ai, was die Kids heute nicht alles so hören..."

Nervt dich das, wenn die Journalisten immer wieder auf den 80s herumhacken?
Keine Spur. Das war doch eine tolle Zeit mit diesen Schultenposter und farbigen Klamotten und so. Ich mag die 80s, ich mag die 90s: Beide Epochen haben mir so viel gebracht.

Und das 80s-Revival hat dir etwas gebracht?
Abslout! Ein perfektes Timing für mich, als hätte ich es geplant (lacht)!

Dein Album ist in England und in den USA noch nicht erschienen...

Das kommt schon, die Plattenfirma arbeitet daran. Die CD ist physisch noch nicht erschienen, aber man kann die Songs schon herunterladen. Ach, ich muss ihnen mal sagen, sie sollen mal ein bisschen Tempo einlegen (lacht).

Hast du dich unter Erfolgsdruck gefühlt, bevor die CD herausgekommen ist?

Überhaupt nicht. Es macht Spass! So soll es auch sein.

Wie lange hast du am Album gearbeitet.

So zweieinhalb Jahre. Ich habe mir bewusst Zeit gelassen und in London Demos aufgenommen und schliesslich fanden die Aufnahmen in Berlin statt. Es hat mir so gefallen, in Berlin zu arbeiten... Und wo bist du gerade?

In Zürich.
In Zürich... Ach ich liebe die Schweiz. Falls ich in die Schweiz komme, sollten wir uns treffen, Sweety (lacht)!

Pressefoto: Nikolaj Georgiew
 

 
  people imageJENNIFER RUSH "NOW IS THE HOUR"
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