JEM
interview in zürich am 12.09.05
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(13.09.05/lp) Madonna singt ein Lied, das Jem mitgeschrieben hat, den Plattenvertrag hat die Newcomerin jedoch wegen einer Radiostation gekriegt. Jem will es nun auch in der Schweiz wissen.

Den Namen Jem hätten wir so wieso eines Tages gehört. Die Engländerin hätte nämlich nie aufgeben, wie sie uns bei einem Treff in Zürich erklärte.

Sie hat es geschafft. Ihr Traum ist wahr geworden. Die CD "Finally Wolken" ist seit Mitte September auch in der Schweiz zu kaufen. Ihre Stimme klingt etwas wie Dido: "Ja, das haben mir schon andere Leute auch schon gesagt." Doch der Sound von Jem ist eine Mischung aus Pop, Electro-Pop und sonstigen Stilrichtungen, die mit fetten Beats unterlegt sind.

KLOPF, KLOPF
Jem hat in England viele Plattenfirmen abgeklappt. Aber keiner wollte ihr einen Vertrag geben. Sie ging nach Amerika, wo eine Radiostation ihre Musik abspielte. Jedes Mal, wenn der Sound von Jem abgespielt haben, wurde die Radiostation von Anrufen überwältigt. Jeder wollte wissen, wer da singt. Der Rest kam von selbst, denn die Plattenfirmen wurden nun hellhörig.

SING, SING
Stolz antwortet sie uns auf die Frage, wie es dazu gekommen ist, dass Madonna den Song "Nothing faills" singt, für den Jem die Gesangmelodie beigetragen hat: "Ein Kollege von mir hat diesen Song angefangen und wusste nicht mehr weiter. Er bat mich um Hilfe und ich sang die Melodie und trällerte Belangloses. Der Song landetet dann eines Tages bei Madonna. Ich wusste, dass er vielleicht auf die CD "American Life" erscheinen würde. Eines Tages war ich gerade am Zähneputzen und da lief der Song. Als ich hörte, dass sie wortwörtlich meine Textidee sang, da verschluckte ich fast die Zahnbürste vor Schreck."

RING, RING
"Ich hätte immer weiter gemacht, bis sich mal etwas ergeben hätte. Und wenn ich meine Songs im Internet zum Verkauf hätte anbieten müssen." Jem singt seit sie 13 ist. Die Musik ist ihr Leben: Eines Tages stand sogar die Polizei vor der Wohnungstüre: "Es war an Weihnachten. Meine fünf Kollegen und ich waren etwas laut und meine Nachbarin rief die Polizei. Ich war aber so blau, dass ich sie ausgelacht habe."