(04.05.09/lp) Am Samstag trat
er während der Mister Schweiz Wahl auf: Alain Clark bricht in
Holland alle Rekorde, nun will er den Rest Europas ebenfalls
erobern. Wir haben den sympathischen Sänger getroffen.
gay.ch: Du hast an der Mister Schweiz Wahl mit deinem
Vater deine Single "Father + Friend" gesungen. Das ist eine
gegenseitige Liebeserklärung... Findest du den Song nicht etwas
zu intim?
Alain Clark: Als ich den Song geschrieben, da habe ich nicht
daran gedacht wie es mal sein wird, wenn dieser öffentlich
wird. Kurz davor hab ich mir schon Gedanken gemacht, aber ich
singe das, was mir gefällt und kümmere mich wenig darum, was die
anderen denken. Wenn mein Vater und ich auf der Bühne stehen,
dann kommt dieser Moment, wo wir uns in die Augen schauen und
total verbunden sind miteinander. Der Song ist echt - wir fühlen
das, was wir singen. Ich hoffe, dass wir damit auch viele
Menschen an die Liebe zur Familie erinnern. Das Verhältnis
zwischen mir und meinen Vater ist etwas Besonderes, das man
nicht überall antrifft.
Im Song "Fell in Love" da geht es um flüchtige
Bekanntschaften, ums Küssen, um das sich Verlieben... Erzähl
mal! Das habe ich zu einer Zeit geschrieben, als ich einige
Affären hintereinander hatte und jedes Mal, als ich geküsst
habe, habe ich mich sofort verliebt. Das war wie eine Droge. Ich
musste es immer wieder tun. Aber ich habe mich in der
Zwischenzeit gemässigt.
Was ist für dich intimer: Küssen oder Sex?
Beides ist intim und für mich geht das eine nicht ohne das
andere. Ich mache beides gleichzeitig am liebsten (lacht)
Wie kam es dazu, dass du nun Europa erobern möchtest? Meine Karriere startete ich bin einem kleinen Indie-Label
mit gerade Mal drei Mitarbeiter. Dass wir nun ausserhalb von
Holland Fuss fassen liegt daran, dass ich jetzt einen Vertrag
mit Warner Music in London habe. Musik ist eine "internationale
Sprache" und für uns macht es Sinn über den Tellerrand hinaus zu
schauen.
Warst du dir sicher, dass du mit deiner Musik in deiner Heimat
ein solch grosser Erfolg haben würdest?
Gewünscht hab ich mir das schon. Unter der Dusche hab ich dann
zwischendurch die Dankensrede vorbereitet (lacht). Jetzt, wo ich
Erfolg habe, erscheint mit das Ganze irgendwie doch etwas
surreal...
Ist es denn so, wie du dir das vorgestellt hast, wenn du mal
bekannt und erfolgreich bist? Nein, es ist noch besser!
Mit wem möchtest du mal ein Duett machen? Kann ich irgend jemand auswählen?
Ja, sicher.
Ich nehme Stevie Wonder.
Gute Wahl
So, wo ist er nun? Holst du ihn mir? (lacht) Ich hoffe er liest
dieses Interview: Stevie, hörst du? Ich möchte mit ein Duett mit
dir!
Wirst du den Eurovision Song Contest anschauen?
Klar. Dieses Jahr ist für Holland eine ganz lustige Gruppe
dabei. Ich muss unbedingt sehen wie sie abschneiden. Eins ist
für mich jetzt schon klar: Sie so schrill... Entweder sind sie
ganz vorne oder dann ganz hinten mit dabei.
Wenn du einen Song von ABBA covern müsstest, welchen Song
würdest du wählen?
Ui, ui... Knifflige Frage. Was nehmen wir denn da...? Ich nehme
"thank you for the music" - ist zwar ein etwas kitschiger Song,
doch die Message ist cool. Ich würde daraus ein Hip Hop-Track
machen.
Und jetzt? Geht es heute wieder zurück nach Holland?
Ja, um 15 Uhr flieg ich wieder zurück nach Amsterdam.
Du warst gestern in Lugano, heute in Zürich... Da hast schon
einiges von der Schweiz gesehen.
Schon, aber ich habe noch nicht genug von der Schweiz... Ich
komme wieder! Im Sommer trete ich dann in Montreux auf.
ALAIN CLARK "LIVE IT OUT" Entdecke den talentierten Songwriter und Sänger.
Klicke auf das Bild und höre die Song-Snippets durch. He's
cool!