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(08.10.09/mip) Aus der sinnlichen Latina mit
dem hypnotisierenden Hüftschwung ist eine steppende
Wölfin geworden. "She Wolf"
gewährt dem Hörer Einblick in die Welt einer sexy
Latina, die sich auf den Dancefloors der Diskotheken dieser Welt
austoben und begehrt werden will.
Ein dominanter Beat, ein lasziver Groove und die
einzigartige Stimme einer Verführungskünstlerin - so
lautet das Geheimrezept für einen Hit wie "She
Wolf", mit welchem Shakira das erste Kapitel ihres neuen
musikalischen Werks eröffnet. Der Song tanzt
leichtfüssig, eben wie ein typischer Ohrwurm, im
Gehörgang umher. Ohrwurmqualität kann auch Single Nummer
2, das Folklore angehauchte "Did It Again"
vorweisen und steht somit dem Opener in nichts nach. Mit "Spy" gelang es der Dame jedoch den reisserischsten
Moment auf Album-Spiellänge zu kreieren. Der Track besticht
durch sinnliches und erwartungsvolles Ambiente, das an
ausgelassene Nächte in stilvollen Diskotheken der 70er-Jahre
erinnert. Fans des Shakira-typischen Latin-Pop werden leider nur
bei dem verspielt-fidelen "Gypsy" auf ihre
Kosten kommen. Liebhaber der letzten Album-Ära können
mit "Mon Amour" noch einmal ein Revival des
eingängigen und rockigen Gitarrenspiels erleben. Ansonsten
bedient der unzähmbare Wildfang eher Freunde des Dance-Pop
Genres.
Inhaltlich thematisiert "She Wolf"
den Drang nach sexueller Verwirklichung und spiegelt den
kontemporären Zeitgeist, mit einer promisken Protagonistin im
Zentrum des Geschehens, wieder. So muss sich die leidenschaftliche
Shakira gelegentlich ihren Trieben und Gelüsten hingeben, um
sich unabhängig und frei zu fühlen. Letztendlich ist sie
aber, wie jedes menschliche Geschöpf dieser Erde auch,
eigentlich nur auf der Suche nach der grossen Liebe. Dies gibt sie
selbstironisch und bitterlich im Song "Men In
This Town" zu verstehen (The good ones are gone
or not able … and Matt Damon's not meant for me).
Für die tanzbaren Dancefloor-Fillers des Albums sind
Pharrell Williams (einer der kreativen Köpfe des
Produzenten-Teams The Neptunes) und Wyclef Jean
(schuf mit "Hips Don't Lie" einen
denkwürdigen Shakira-Song) verantwortlich, während die
attraktive Kolumbianerin auf den eher traditionell gehaltenen
Stücken Unterstützung von John Hill (Co-Produzent von
Santogold) und Future Cut (katapultierten Lily Allen mit ihrer
Debut-Single "Smile" auf Platz 1 der
britischen Single Charts) bekommen hat. Die Verschmelzung aus
zeitgenössisch fabriziertem Latin- und beatlastigem Dance-Pop
macht "She Wolf" wohl zum bis dato markantesten
Shakira-Album.
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