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(17.08.2012/lp) Das neue Lunik-Album "What is next"
zeigt die - inzwischen drei - Schweizer von seiner
besten Seite. Abwechslung macht das Leben süss.
Sie schaffen den Spagat zwischen eher poppige
Klängen wie die Single "Me-Time" und melancholische,
Film-Soundtrack-ähnliche Tracks. "What is next" ist ein
Album, der beim ersten Hinhören nicht gleich die Luft
ausgeht: Dazu hat die Gruppe zu viel Herzblut mit Liebe
zum Detail beigesteuert, sei dies bei den zum Teil schon
fast poetischen Texte oder bei der oft angewendete
Steigerung im Verlauf der Lieder, welche bei "A
Different You" nicht zu überhören ist.
Lebensfreude und Leichtigkeit – das strahlt die neue
Single "Me-time" von Lunik aus. Ein luftiger Sommersong
zum Mitsingen. Eigentlich ungewohnte Töne für die Band,
die ihr neues Album "What is next" zu dritt eingespielt
und produziert hat. Nach dem Entscheid des Drummers,
Lunik zu verlassen, beschlossen Jaël, Luk Zimmermann und
Cédric Monnier, als Trio weiterzumachen. Sie trennten
sich vom alten Management und von der ausländischen
Plattenfirma und nahmen jeden Song ganz nach ihrem Gusto
auf – im kleinen Homestudio von Luk in Berlin, teils
aber auch auf der abgelegenen italienischen Insel Lipari
und in Bern.
Entstanden ist ein überraschend facettenreicher Sound,
denn auch in Bezug auf die Instrumentierung haben Lunik
die Ketten gesprengt. Mal wabert ein sechsköpfiger Chor
vor sich hin oder es rumpelt eine Tuba. Mal werden
Chipssäcke und Abwaschbürsten als Perkussionsinstrumente
eingesetzt und immer wieder taucht der Gesang von
Berliner Vögeln auf dem Album auf. Ein Banjo hier, eine
Geige da, ein Xylophon dort: Von sehnsüchtiger
Melancholie bis hin zu Mitwippnummern ist auf "What is
next" alles vorhanden. Jeder Song wurde individuell
umgesetzt – entsprechend gross ist die Bandbreite.
"Me-time" ist mit seiner Fröhlichkeit trotzdem eher ein
Exot auf dem Album. "Er zeigt aber, dass wir uns selber
nicht todernst nehmen", sagt Sängerin Jaël. Der Text
handelt vom Abgrenzen von den Bedürfnissen Anderer und
mit einem Augenzwinkern auch von der Abkehr von
traurigen Songs.
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