| MAGNIFICA PRESENZA | ||||||||
| (15.10.2012/lp) Mit emotionalen
Spitzen, ausgedehnter Komik und einer ausserordentlichen Besetzung
realisiert Ozpetek ("Männer al Dente") seinen bisher besten Film! Jeder lebt irgendwo insgeheim auch ein bisschen in einer Traumwelt. Was aber, wenn diese Traumwelt plötzlich überhand nimmt, wenn die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen? Der Mann hinter „Männer al dente (Mine vaganti)“, Ferzan Ozpetek, schöpft bei diesem Streifen aus dem Ganzen und erschafft damit ein Spiel aus Komödie und einer gewissen Tragik zugleich. Bei „Magnifica Presenza“ dreht es sich um den schwulen Pietro, der einen Traum hat: Er will Schauspieler werden und deshalb verlässt er sein heimatliches Sizilien und zieht nach Rom. Doch für den schüchternen jungen Mann wird das Leben dort nicht einfach sein. Er muss sich eine Wohnung mit seiner Cousine Maria teilen, welche ein sehr turbulentes Liebesleben führt. Aber der Tag kommt, an dem Pietro endlich sein eigenes Reich findet, eine Altbauwohnung mit besonderem Charme. Ein Glücksfall! Er kann es kaum erwarten, sein neues Leben als freier Mann zu beginnen. Das Glück dauert aber nur ein paar Tage, bald geschehen beunruhigende Dinge. Es scheint, dass noch jemand anderes in dieser Wohnung lebt. Aber wer? Mit viel Liebe zum Detail zaubert Ozpetek eine eigene Welt hin und greift dabei auf geniale Schauspieler zurück, welche dem Film eine ganz besondere Note verleihen. Dass man zuletzt selber ein bisschen verdutzt ist, was Fiktion, was Realität ist, ist nicht auszuschliessen, geht es uns doch ab und zu im richtigen Leben auch ein wenig so…
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