templates image

WELTWEIT: 20 LGBT-Athleten bei den Olympischen Spielen in London
family image(23.07.12/dom) Ende Woche geht es los, dann werden in London die Olympischen Sommerspiele offiziell eröffnet. Insgesamt über 12‘000 Athleten werden dazu in die britische Hauptstadt reisen, darunter sind auch zwanzig, welche sich offen als homosexuell geoutet haben – wobei die Lesben in deutlicher Überzahl sind.

In Athen vor acht Jahren waren es noch 11, in Peking vor vier Jahren waren es 10 und in diesem Sommer in London werden es mindestens 20 Athleten sein, welche sich öffentlich geoutet haben. Dabei stellen die Frauen die überwiegende Mehrheit dar, denn von den 20 Athleten haben sich nur gerade drei Männer zu diesem Schritt in die Öffentlichkeit entschieden. Prominentestes Beispiel bei den Männern ist nach wie vor der australische Turmspringer Matthew Mitcham, welcher 2008 sogar eine Goldmedaille holte, weiter haben sich aber auch der niederländische Dressurreiter Edward Gal, sowie der britische Reiter Carl Hester geoutet.

Bei den Frauen sind die Sportarten Unihockey, Tennis, Triathlon, Fechten, Basketball, sowie natürlich Fuss- und Handball vertreten. Dabei gibt es sogar ein Pärchen, nämlich die beiden Triathletinnen aus Frankreich, Carole Péon und Jessica Harrison. Dabei wäre auch noch eine Wrestlerin qualifiziert gewesen, doch die US-Amerikanerin wurde aus dem Team geworfen, weil sie kurz zuvor positiv auf Marihuana getestet wurde. Auch wären wohl noch ein paar Softball-Spielerinnen gewesen, welche offen lesbisch leben, doch die Sportart ist in diesem Jahr nicht mehr olympisch.

Neben den Athleten gibt es noch zwei Trainerinnen von Fussballmannschaften, welche homosexuell sind, nämlich Pia Sundhage vom amerikanischen und Hope Powell vom britischen Frauenteam. Zudem gibt es auch bei den Paralympics zwei LGBT-Athleten, nämlich den britischen Reiter Lee Pearson, sowie die britische Volleyballspielerin Claire Harvey.

Im Vorfeld sorgte eine Äusserung der beiden australischen Olympioniken Russell und Lauryn Mark für einen kleineren Skandal: Das Ehepaar hat sich für die Schiesswettbewerbe qualifiziert und hat sich öffentlich darüber beschwert, dass sie als Ehepaar im olympischen Dorf kein gemeinsames Zimmer erhalten. Dies sei eine Diskriminierung von ihnen als Heterosexuelle, denn sie würden eine Vielzahl von schwullesbischen Paaren kennen, welche diese Möglichkeit erhielten. Darauf meldete sich Matthew Mitcham via Twitter zu Wort und erklärte, dass an den vergangenen Olympischen Spielen maximal 11 offen homosexuelle Personen teilgenommen hätten, und dass diese Anzahl weit weg von einer Vielzahl sei. Paare würden so oder so auf verschiedene Zimmer verteilt, schrieb er weiter. Später fügte er dann noch hinzu, dass das Letzte was er nun gebrauchen könne, ein sexuell frustriertes Paar mit einer Schusswaffe sei, welche sich mit ihm anlegen wolle. Und mit „Kein weiterer Kommentar, danke vielmal!“, beendete er den Disput.

Die schwullesbischen Athleten und Athletinnen von London:

Marilyn Agliotti, 36 – Unihockeyspielerin – Niederlande
Judith Arndt, 35 – Radfahrerin - Deutschland
Seimone Augustus, 28 – Basketballspielerin - USA
Natalie Cook, 37 – Beach-Volleyballerin - Australien
Lisa Dahlkvist – Fussballerin - Schweden
Imke Duplitzer, 36 – Fechterin - Deutschland
Edward Gal, 42 – Dressurreiter - Niederlande
Jessica Harrison, 35 – Triathletin - Frankreich
Carl Hester – Reiter - Grossbritannien
Alexandra Lacrabére, 25 – Handballerin - Frankreich
Jessica Landström, 27 – Fussballerin - Schweden
Hedvig Lindahl – Fussballerin - Schweden
Matthew Mitcham, 24 – Turmspringer – Australien
Maartje Paumen, 33 – Unihockeyspielerin - Niederlande
Carole Péon, 33 – Triathletin – Frankreich
Mayssa Pessoa – Handballerin - Brasilien
Megan Rapinoe, 27 – Fussballerin - USA
Lisa Raymond, 38 – Tennisspielerin – USA
Rikke Skov – Handballerin - Dänemark
Carlien Dirkse van den Heuvel – Unihockeyspielerin - Niederlande
Halte Dich auf dem Laufenden: