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USA: Bleibt das Gesetz gegen schwulen Sex in Kansas bestehen?
family image(03.02.12/dom) Gültig ist es so oder so nicht, einen Sinn hat es noch weniger und aus heutiger Sicht hat das Gesetz in einem westlichen Staat wie den USA eh nichts mehr verloren, doch: Kansas getraut sich offenbar immer noch nicht das Gesetz, welches schwulen Sex verbietet, anzutasten.

Eigentlich unglaublich: Im Bundesstaat Kansas ist Sex unter Partnern des gleichen Geschlechts per Gesetz nach wie vor verboten und kann bestraft werden, und die Politiker scheinen sich nicht daran zu stören und wollen dies auch weiterhin so belassen. Einen Sinn macht das kaum, denn diesbezüglich steht das Gesetz der USA über jenem des Bundesstaat, sprich, dieser Gesetzesartikel könnte ohne rechtliche Konsequenzen einfach gestrichen werden. Doch, die Politiker scheinen sich zu zieren.

Im letzten Monat hat der republikanische Gouverneur von Kansas, Sam Brownback, eine Liste von 51 Gesetzen vorgestellt, welche er zur Aufhebung vorschlägt. Komischerweise stand der „Sodomie-Artikel“ nicht zur Debatte, obwohl er seit einem Bundesgerichtsentscheid nicht mehr angewendet werden darf und dadurch nutzlos ist. Damals urteilten die Richter im Fall „Lawrence gegen Texas“, dass ein Gesetz, welches schwulen Sex verbietet, nicht verfassungskonform ist. Diese höchstrichterliche Entscheidung erklärte dann natürlich auch jenen Artikel im Gesetz von Kansas für ungültig.

Dass die Politiker in Kansas, allen voran die Republikaner, an der jetzigen Gesetzgebung bezüglich Homosexualität nichts ändern wollen ist als symbolische Geste zu deuten: Damit wollen sie ihre Verurteilung gegenüber der gleichgeschlechtlichen Liebe ausdrücken, zeigen sich beispielsweise verschiedene LGBT-Organisationen überzeugt. Aus diesem Grund riefen sie vorgestern zu Protestaktionen vor dem Büro des Rechtsausschuss des Senats auf. Sie wollen dort die Forderung platzieren, dass dieses Gesetz endlich abgeschafft wird.

Ob sie damit Erfolg haben werden, ist mehr als fraglich: So erklärte Senatorin Jean Schodorf (Bild), dass in dieser Angelegenheit wohl in dieser Legislatur nicht einmal abgestimmt werde. Sie denke, dass die Leute schlicht Probleme damit haben werden, darüber erneut befinden. Dies sei ein sehr sensitives Thema, fügte sie weiter hinzu. Damit spricht sie aus, was die meisten in Kansas denken: Besser alles so sein lassen, und dieses heisse Eisen gar nicht erst anfassen, obwohl es rechtlich gesehen gar keinen Sinn macht, dieses Gesetz weiter aufzuführen und daran festzuhalten.
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