USA: Flächendeckende Tests im Kampf gegen HIV/Aids
family image(05.03.10/dom) Im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids wollen die USA neue Wege gehen. Mit mehr finanziellen Mitteln sollen mehr Tests durchgeführt werden.

Möglichst jeder Erwachsene in den USA soll sich regelmässig einem HIV-Test unterziehen, so wollen es die USA. Jeder Vierte wisse nichts von seiner Infektion, erklärte Kenneth Hugh Mayer von der Brown University in Providence gegenüber "Welt online". Ziel ist es, eine Infektion so früh wie möglich zu entdecken, um damit die unwissentliche Weitergabe des HI-Virus zu verringern. Dazu wollen die USA in ihrer neuen Strategie verstärkt auf flächendeckende Tests setzen. Wird bei jemanden in der Folge eine HIV-Infizierung diagnostiziert, dann werden ihm gleich die für den Anfang nötigen, starken Medikamente mitgegeben.

In den am stärksten von HIV und Aids betroffenen Regionen, sprich in der Hauptstadt Washington und in den New Yorker Stadtviertel Bronx und Columbia, wird nun eine dreijährige Testphase begonnen. In diesen Gebieten sind rund fünf Prozent der Bevölkerung mit dem Virus infiziert. Je nach Resultat könnten diese Testserien dann auch auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Daneben investiert die USA weiterhin massiv in die Entwicklung eines Impfstoffs. In jüngster Zeit hat es zwar einige Rückschläge gegeben, doch man wird die Forschung diesbezüglich weiter vorantreiben.