(19.07.12/dom)
Ein schwules Paar im US-Bundesstaat Mississippi wird aufs
übelste bedroht und fürchtet um sein Leben, und im
US-Bundesstaat Kentucky wird eine 16-Jährige von einer Gruppe
erwachsener Männer verprügelt, weil sie lesbisch ist: Diese zwei
Fälle sorgen derzeit für Schlagzeilen in den USA…
Dustin Tasso und Matt James leben in Toomsuba im
US-Bundesstaat Mississippi, sie sind ein Paar und das darf auch
jeder wissen. Doch diese Offenheit scheint im Ort nicht sehr gut
anzukommen. Die Beiden wurden bereits mehrfach Opfer von
Hassverbrechen: In ihr Haus wurde eingebrochen, die
Fensterscheiben ihres Autos wurden eingeschlagen und auf der
Strasse vor ihrem Haus wurde das Wort "Fags" gross auf die
Strasse geschrieben. Sie hätten jetzt einfach etwas unternehmen
müssen,
da sie nicht die einzigen seien, denen so etwas widerfahre,
erklärten die Beiden in einem Interview. Es müsse irgendeine
Form von Gerechtigkeit geben, fügten sie hinzu, denn sie würden
sich sehr fürchten. Aus diesem Grund wandten sich Tasso und
James nun an die Öffentlichkeit um auf ihren Fall aufmerksam zu
machen und auch um anderen Mut zu zusprechen, dass sie das
gleiche tun. Die örtliche Polizei erklärte, dass sie derzeit
noch nicht viele Informationen hätten, da sie ihre
Untersuchungen erst begonnen haben. Man werde nach jenen
Tatbeständen suchen, welche bestraft werden können, und falls
welche vorliegen, dann werden die Täter auch bestraft.
Ein weiterer, tragischer Fall spielte sich im US-Bundesstaat
Kentucky ab: In Louisville wurde eine 16-jährige Jugendliche
von einer Gruppe erwachsener Männer derart verprügelt, dass sie
einen mehrfachen Kieferbruch erlitt und einige Zähne verlor. Die
Männer hätten sie während der Attacke wegen ihrem Lesbisch-sein
beschimpft. Die Jugendliche sei gerade mit zwei Jungs - zwei
Brüdern im Alter von 13 und 15 - zu einem Supermarkt ganz in der
Nähe unterwegs gewesen. Einer der Knaben habe dann die Mutter
angerufen, und ihr gesagt, dass er ein komisches Gefühl habe,
weil eine Gruppe Männer ihnen doch etwas sehr dicht nachlaufen
würde. Noch während dem Anruf hätten die Männer dann
angefangen, die Jugendliche mit homophoben Sprüchen einzudecken.
Vor zwei Kirchen griffen die Männer dann an, schlugen die
16-Jährige brutal ins Gesicht, bis sie zu Boden ging. Darauf
kickten sie ihr in den Magen und wieder ins Gesicht. Dies ging
so weiter, bis ein Passant einschritt, sie vertreiben konnte und
schlussendlich die Polizei und die Ambulanz rufen konnte.
Die beiden Fälle erhalten in den USA derzeit grosses
Medieninteresse, und dies entspricht auch dem Ziel der Opfer:
Sie möchten, dass Homophobie offen thematisiert wird, und dass
damit verständlich gemacht wird, dass diese Form von
Hassverbrechen nicht toleriert werden darf.
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