UN: Ban Ki Moon unterstützt Homosexuelle in Afrika
family image(01.02.12/dom) An der Konferenz der Afrikanischen Union in Addis Abeba spricht sich UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einmal mehr für die Rechte der Schwulen, Lesben und Transgender in den afrikanischen Staaten aus, um deren Situation zu verbessern.

Es ist auf dem gesamten Kontinent nur gerade Südafrika, welches die Rechte für Homosexuelle explizit im Gesetz erwähnt und anerkennt. In den meisten anderen Staaten werden Schwule, Lesben und Transgender jedoch geächtet, missbilligt und gar verfolgt, sogar wenn es keine Gesetze gibt, welche Homosexualität etwa für illegal erklärt. Es müsse ein Ende haben, dass Homosexuelle wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nun an der zweitägigen Konferenz der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Eine Verbesserung der Situation der LGBTs in Afrika sei eine grosse Herausforderung, fügte Ban Ki Moon hinzu. Diese müssten viele Diskriminierungen erfahren. Die Aussagen, mit welcher die Staaten ihr Handeln rechtfertigen sei nicht akzeptabel, so etwa, dass Homosexualität ein westliches Phänomen sei und nicht zu ihrer Kultur gehöre. Dass dieses Thema nach wie vor ein heisses Eisen innerhalb der Afrikanischen Union darstellt, zeigte auch die Reaktion der Staatschefs auf die Rede von Ban Ki Moon – diese blieb nämlich gänzlich aus.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ban Ki Moon mit klaren Worten gegen Homophobie aussprach. Bereits im September 2010 erklärte er, dass Gesetze, welche Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung kriminalisieren, gegen das Diskriminierungsverbot verstossen (gay.ch berichtete).

Besonders in Ländern wie Uganda (gay.ch berichtete), Kamerun (gay.ch berichtete), Ghana (gay.ch berichtete) oder auch Sierra Leone (gay.ch berichtete) werden Homosexuelle förmlich verfolgt. Teils wird sogar zu wahren Hetzjagden aufgerufen, und das selbst von den höchsten Politikern der Länder.
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