(06.10.11/dom)
Er unterstütze die Homo-Ehe gerade weil er konservativ sei,
erklärte der britische Premierminister während seiner Rede an
einer parteiinternen Konferenz der Konservativen, welche gestern
in Manchester zu Ende ging.
Er sei einmal an einer Konferenz der Konservativen am
Rednerpult gestanden, und habe gesagt, dass es keine Rolle
spielen solle ob eine Verbindung zwischen einem Mann und einer
Frau, zwischen einer Frau und einer anderen Frau oder zwischen
einem Mann und einem anderen Mann zu stande komme, erklärte
David Cameron während seiner Rede in Manchester vor seinen
Parteimitgliedern. Er habe damals Applaus dafür geerntet, und
nun, fünf Jahre später, würden sie nun über die Legalisierung
der Homo-Ehe beraten. All jene, welche noch Berührungsängste
haben, wolle er nun sagen: Ja, es gehe um die Gleichstellung,
aber, es geht auch noch um etwas anderes, nämlich um eine
Bindung, fügte er hinzu. Konservative glauben an Beziehungen,
daran, dass eine Gesellschaft gestärkt wir, wenn man sich
gegenüber einander verpflichtet und einander unterstützt. Aus
diesem Grund unterstütze er die Homo-Ehe nicht, obwohl er
konservativ sei, sondern, er unterstütze die Homo-Ehe gerade
weil er konservativ sei, fügte er hinzu und erntete dafür
Applaus.
Diese Ankündigung von David Cameron passt zur Politik, für
welche die Partei in den vergangenen Monaten eingestanden ist,
und was man nicht unbedingt von den Konservativen erwartet
hätte. Doch, Cameron hat bereits mehrfach betont und auch schon
verschiedene Schritte in Richtung Gleichstellung unternommen. So
hat er Anfang Jahr auch einen Empfang speziell für die
LGBT-Medien zu sich in den Amtssitz nach 10 Downing Street
eingeladen. Damit zeigt er nicht zuletzt auch seinen Support
gegenüber den schwullesbischen Mitgliedern in seiner Partei,
denn keine andere politische Partei in Grossbritannien hat mehr
offen schwule respektive lesbische Abgeordnete als die
Konservativen. |