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UK: Cameron unterstreicht LGBT-Engagement kurz vor Romneys London-Besuch
family image(27.07.12/dom) Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney startet eine Charme-Offensive und besucht in diesen Tagen Grossbritannien, Polen und Israel. Doch just nur wenige Stunden vor seinem Besuch in Grossbritannien wischt ihm der britische Premierminister David Cameron noch eins aus: Er lud am Mittwoch zum LGBTI-Dinner in seinen Amtssitz und unterstrich seinen Willen, Marriage Equality einzuführen, erneut…

Es ist gerade für Mitt Romney ein besonders heisses Eisen, das Thema Marriage Equality und Rechte für LGBTIs. Während Barack Obama in einem historischen Interview als erster amtierender US-Präsident klar Stellung bezog (gay.ch berichtete) und sich für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aussprach, stellt sich Mitt Romney mittlerweile mehr oder weniger klar auf die Gegenseite. Er sprach sich öffentlich gegen Marriage Equality und gegen weitere Rechte für Schwule, Lesben und Transgender aus. Damit distanziert er sich auch immer mehr von seiner früheren Haltung diesbezüglich. Just als Mitt Romney nämlich Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts war, wurde dort nämlich die Ehe auch für schwullesbische Paare geöffnet. Dieser Fakt wird ihm noch heute vom konservativen Flügel der Republikaner vorgehalten, und man wirft ihm diesbezüglich eine „Wendehals-Politik“ vor.

Auf die ablehnende Haltung Romneys gegenüber Marriage Equality hat es nun offenbar auch der britische Premierminister David Cameron abgesehen – selber Mitglied der Konservativen, aber glühender Befürworter der Öffnung der Ehe (gay.ch berichtete). Nur ein Tag vor dem Besuch von Mitt Romeny in London lud David Cameron nämlich am Mittwoch diverse LGBTI-Aktivisten zu einem Special Dinner in seinen Amtssitz an der Downing Street Nr. 10 ein. Die Plattform wusste Cameron dann auch geschickt zu nutzen, um seine Haltung für die Einführung der gleichgestellten Ehe für schwullesbische Paare einmal mehr zu unterstützen. Nur wenige Stunden später, nämlich am Donnerstagmorgen, war dann Mitt Romney der nächste Gast an der Downing Street. Ob das Thema von Marriage Equality bei den Gesprächen zwischen den Beiden ein Thema war, ist nicht bekannt.

Erst im vergangenen Oktober hat David Cameron an einem Kongress seiner Partei deutlich gesagt, dass er sich für die Öffnung der Ehe in ganz Grossbritannien einsetzen werde (gay.ch berichtete). Er befürworte dies nicht, obwohl er ein Konservativer sei, sondern, gerade weil er eben zu den Konservativen gehöre, erklärte er damals. Die Konservativen würden an Beziehungen glauben, und daran, dass die Gesellschaft stärker wird, wenn wir uns gegenseitig ein Versprechen abgeben und einander unterstützen – dies gelte auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren…
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