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  USA: Obama bezieht öffentlich Stellung gegen Uganda
  (05.02.10/dom) Nicht nur im Hintergrund und unter Ausschluss der Öffentlichkeit erhöhen die USA den Druck auf Uganda, sondern nun hat sich erstmals auch Präsident Barack Obama in einer Rede gegen die Schwulen-Verfolgung in Uganda geäussert.

In Uganda stimmt das Parlament demnächst über einen Gesetzesentwurf ab, welcher für schwule Handlungen eine mehrjährige Haftstrafe vorsieht, und für HIV-positive, schwule Männer gar die Todesstrafe bedeutet (gay.ch berichtete). Bereits jetzt sind gleichgeschlechtliche Handlungen verboten und strafbar, doch mit dem neuen Gesetzesentwurf kann zudem neu auch bestraft werden, wenn jemand Schwulen etwas vermietet, oder, wer das Thema der Homosexualität in die Öffentlichkeit trägt.

Die USA und auch die EU haben bereits mit Sanktionen gedroht, sollte das Gesetz tatsächlich eingeführt werden. Und nun hat sich auch der amerikanische Präsident Barack Obama direkt eingeschalten. Er bezeichnete den Gesetzesentwurf während einer Rede vor christlichen Gruppen als "extrem" und "abscheulich". Es gehe nicht an, dass Schwule und Lesben für das verfolgt werden, was sie sind, erklärte er weiter. Nur einen Tag vor dieser Rede hatten US-Abgeordnete einen Vorstoss ins US-Parlament eingebracht, der das Vorgehen von Uganda gegenüber Homosexuellen offiziell verurteilt. Auch zuvor hat das Aussenministerium der USA bereits die Regierung in Uganda aufgefordert, den homophoben Gesetzesentwurf für ungültig zu erklären - jedoch bislang erfolglos.

So zeigte sich die Regierung im ostafrikanischen Staat auch wenig beeindruckt von den klaren Worten Obamas und die offizielle Antwort aus Uganda liess nur wenige Stunden auf sich warten. Die Kritik von Barack Obama sei inakzeptabel und eine unangebrachte Einmischung in die inneren Angelegenheiten, erklärte der ugandische Ethik-Minister James Nsaba Buturo. Das Parlament in Uganda nehme seine gesetzgeberische Pflicht im Interesse des Volkes wahr, erklärte er weiter. Und Uganda mische sich auch nicht in Angelegenheiten des US-Kongress ein.

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