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UGANDA: 38 NGOs verboten
family image(22.06.12/dom) Sie würden für Homosexualität werben und zur weiteren Verbreitung der gleichgeschlechtlichen Liebe beitragen, heisst der Vorwurf, und daher hat die Regierung Ugandas kurzerhand 38 Nichtregierungsorganisationen (NGO) verboten.

Es ist der Ethikminister Simon Lokodo (Bild), welcher einmal mehr Stimmung gegen Schwule, Lesben und Transgender macht. Er habe alles genau geprüft, und sei zum Schluss gekommen, dass es keinerlei Zweifel gebe, wonach diese Organisationen Homosexualität in Uganda fördern würden. Aus diesem Grund erarbeitete er eine Liste auf der 38 Namen von Nichtregierungsorganisationen aus dem In- und Ausland stehen, und welche er nun mit der Aufforderung an das Innenministerium weiterleitete, dass ihnen die Lizenz entzogen werde.

Mit diesem Vorgehen zeigt sich einmal mehr deutlich, dass die politischen Bestrebungen noch immer darauf hinauslaufen, dass Homosexualität stigmatisiert und gänzlich aus dem öffentlichen Bewusstsein verbannt werden soll. Es sei eine wahre Hexenjagd im Gange, schreibt unter anderem Amnesty International. Erst am vergangenen Montag wurden in der ugandischen Hauptstadt Kampala bei einer Razzia während einer LGBT-Konferenz 15 Aktivisten von der Polizei abgeführt und verhört.

Die Menschenrechtsorganisationen, welche sich in Uganda vor Ort auch um die LGBT-Community kümmern, werfen dem Ethikminister vor, mit der Verfolgung von Homosexuellen auf Stimmenfang zu gehen. Dies ist in zahlreichen afrikanischen Staaten ein sehr beliebtes Mittel, da die Bevölkerung nicht zuletzt auch durch zahlreiche Religionsführer sehr homophob ist. Im Parlament in Uganda ist zudem immer noch ein Gesetzesentwurf hängig, mit welchem die Strafe auf Homosexualität noch einmal massiv erhöht werden soll. Auch dieser politische Vorstoss diente in erster Linie dem Stimmenfang.

Obwohl sich der internationale Druck auf Uganda massiv erhöht hat, und zahlreiche Staaten der EU und auch die USA die Entwicklungshilfe stark gekürzt haben, scheint es bislang kein Einlenken seitens der ugandischen Regierung zu geben.
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