(23.07.10/dom)
Weil sie sich öffentlich gegen das geplante Anti-Gay-Gesetz
aussprach, wurde Val Kalende nun als Journalistin gefeuert...
Das Parlament plant ein Anti-Gay-Gesetz, welches eine
drastische Erhöhung der Strafen auf Homosexualität vorsieht (gay.ch
berichtete). Schwule HIV-positiven Männern würde mit diesem
Gesetz gar die Todesstrafe drohen. Der Gesetzesentwurf ist
derzeit im Parlament hängig, und hat vor allem auch
international für Entrüstung gesorgt. So forderte sogar
US-Präsident Barack Obama und Aussenministerin Hillary Clinton
die Abgeordneten auf, dieses Gesetz fallen zu lassen (gay.ch
berichtete). Auch wirtschaftlich haben die USA und auch die
EU den Druck auf das afrikanische Land erhöht (gay.ch
berichtete)
Auch im Inland gibt es Widerstand gegen das geplante Gesetz. So
sprach sich unter anderem auch die Journalistin Val Kalende
öffentlich gegen die Pläne der Politik aus. Dies stiess den
Befürwortern des Gesetzes aber sauer auf, und die bedrängten die
Vorgesetzten von Kalende, derart, bis sie die Journalistin
schliesslich feuerten. Die bekennende Lesbe befindet sich
derzeit in den USA um dort auf die Problematik in ihrem Land
aufmerksam zu machen - auch kosten des amerikanischen Staates,
welcher Kalende extra zu diesem Zweck eingeladen hat.
In ihrem Vorträgen erklärt die Journalistin unter anderem, dass
Minister Martin Ssempa hinter ihrer Entlassung stecke. Er habe
sich bei ihren Vorgesetzen über ihre schlechte Arbeit beschwert.
Um für seine Ansichten zu kämpfen, sei Ssempa jedes Mittel
recht, so habe er auch schon in einer Kirche einen schwulen
Porno gezeigt, um damit die Homophobie weiter zu schüren.
Was Val Kalende erwartet, wenn sie nach Uganda zurückreist,
weiss sie nicht. Sie befürchtet, dass sie verhaftet werden
könnte. Doch trotzdem zeigt sie sich kämpferisch. Sie werde die
schwulen Organisation "Freedom and Roam Uganda", welche im
versteckten operiert, weiterhin unterstützen. |