(15.08.12/dom)
Die Polizei in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, hat am
vergangenen Samstag eine Razzia im Büro der lokalen
LGBT-Organisation, der Gays and Lesbians of Zimbabwe (Galz),
vorgenommen und dabei 44 Aktivisten verhaftet.
Sie sassen am Samstagabend gerade im Büro der Organisation „Gays
and Lesbians of Zimbabwe“ kurz Galz, um den aktuellen „Galz
Violations Report“ zu besprechen und um ihn den Mitgliedern
vorzustellen. Zudem wollte man auch den zweiten Entwurf der
neuen Verfassung von Simbabwe diskutieren, doch soweit ist man
gar nicht erst gekommen. Zuerst verschafften sich vier
Polizisten Zutritt zu den Räumlichkeiten in der Nähe des Milton
Park in der Hauptstadt Harare. Danach haben sie zudem
Verstärkung angefordert, wodurch weitere 15 Beamte einer
Spezialeinheit kamen. Die begannen dann auch gleich die
Teilnehmer des Meetings zu verhaften. Insgesamt wurden 13 Frauen
und 31 Männer in Gewahrsam genommen, welche die Nacht vom 11.
auf den 12. August in der Polizeistation im Zentrum der Stadt
verbringen mussten.
Galz richtet happige Vorwürfe gegen das Vorgehen der Beamten. So
seien viele der Polizisten offensichtlich betrunken gewesen und
hätten mit Schlagstöcken und mit Fäusten auf die Galz-Mitglieder
eingeschlagen. Dem widerspricht der Sprecher der Polizei in
einer Stellungnahme jedoch. Sie hätten von der Bevölkerung
Informationen erhalten, wonach sich in den Räumlichkeiten
polizeilich gesuchte Personen aufhalten würden. Man sei darauf
nur vorbeigegangen, um die Leute zu überprüfen. Es sei also
falsch zu sagen, man habe Verhaftungen vorgenommen, und dass
Personen in Zellen hätten übernachten müssen.
Galz schreibt dazu weiter, dass die Organisation keine Gefahr
sei und Gewalt verurteile. Das Verhalten der Polizei sei purer
Machtmissbrauch und verstosse gegen Recht. Jene, welche solche
Gewalt anwenden, seien eine Gefahr für die öffentliche
Sicherheit.
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