templates image

SCHWEIZ: Turnaround der Aids-Hilfe bereits geglückt
family image(18.06.12/dom) Es ist eine erste, durchwegs positive Zwischenbilanz, welche die Aids-Hilfe Schweiz an ihrer Generalversammlung präsentieren konnte. Es ist unter der neuen Leitung der Präsidentin Doris Fiala geglückt, durch neue Ertragsquellen ein erwartetes Defizit in nur fünf Monaten abzuwenden und in ein Plus umzuwandeln.

Die Ausgangslage war alles andere als einfach, als der neugewählte Vorstand unter der neuen Präsidentin, der FDP-Politikerin Doris Fiala, am 21. Januar 2012 seine Aufgaben übernahm. Es war ein wahres, mediales Gewitter, welches sich damals über der Aids-Hilfe Schweiz entlud und in dessen Fokus stand die Entlöhnung der Präsidentin. Die Wogen haben sich mittlerweile gelegt, die Organisation hat sich mit der ZEWO in Bezug auf die Lohnsumme geeignet und so konnte sich der Vorstand wieder ihrer eigentlichen Tätigkeit widmen – und dies mit Erfolg. So konnte die Aids-Hilfe bereits an der ersten Generalversammlung, sprich nach nur rund fünf Monaten unter der neuen Führung, den geglückten Turnaround vermelden.

Während man anhand des Budget für das Jahr 2012 mit einem Defizit von 300‘000 Franken gerechnet hat, konnte man nun an der Generalversammlung gar eine Prognose von 100‘000 Franken im Plus präsentieren. Dafür verantwortlich waren äusserst erfolgreiche Fundraisingaktivitäten, wodurch Geldgeber in der Wirtschaft, aber auch in Form von Stiftungen gewonnen werden konnten. Schlussendlich kam dadurch eine Summe im Umfang von einer halben Million Franken zusammen. Durch diese Einnahmen konnte ein seit Jahren eingetretener Trend aufgehalten werden, welcher die Aids-Hilfe jeweils gezwungen hat, von ihre finanziellen Reserven abzubauen, um die wichtigen Präventionsarbeiten doch noch aufrecht zu erhalten. Wäre dieser Turnaround nicht in diesem Umfang gelungen, so schreibt die Organisation in einer Stellungnahme, wäre wohl eine Zahlungsunfähigkeit und sogar eine Verbandsauflösung innerhalb weniger Jahren nicht mehr zu verhindern gewesen.

Trotz dieser überaus positiven Aussichten, bleibt ein Wehrmutstropfen. Die Aids-Hilfe muss nun alles daransetzen, um auch das Vertrauen der Öffentlichkeit wieder zu erlangen, welches durch die Lohndiskussionen von vor ein paar Monaten nach wie vor angekratzt ist. So konnte die neue Leitung diesen Abwärtstrend bei den privaten Spendern verständlicherweise nicht aufhalten – so gingen diese Einnahmen in den vergangenen sieben Jahren um mittlerweile rund dreissig Prozent zurück. Positive Signale gibt es dafür vom Bund. Das Bundesamt für Gesundheit hat signalisiert, ihren finanziellen Anteil um 30‘000 Franken zu erhöhen.
Halte Dich auf dem Laufenden: