(11.04.12/dom)
In der letzten Woche wurden in St. Petersburg zwei
LGBT-Aktivisten verhaftet, weil sie gegen das neue Gesetz,
welches Gay-Propaganda verbietet, verstossen haben. Nun meldet
sich eine Gruppe von Aktivisten mit einem neuen Video zu Wort.
Wie gay.ch bereits mehrfach berichtet hat, schränkt das neue
Gesetz in St. Petersburg die Menschenrechte für Schwule, Lesben
und Transgender massiv ein. Durch das Gesetz, welches am 17.
März offiziell eingeführt wurde, darf Homosexualität in der
Öffentlichkeit nicht mehr als etwas positives dargestellt
werden. Damit werden Gay Prides ebenso verunmöglicht wie eine
neutrale Aufklärung in den Schulen, und auch die
Medienberichterstattung wird massiv eingeschränkt (gay.ch
berichtete). Die Debatte ist zudem bereits in der Duma
angelangt, und man diskutiert derzeit, ob das Gesetz von St.
Petersburg auf ganz Russland ausgeweitet werden soll (gay.ch
berichtete).
In der vergangenen Woche wurden zudem bereits zwei LGBT-Aktivisten
verhaftet, weil sie gegen das Gesetz demonstrierten. Einer der
Verhafteten war der Anwalt Sergey
Kondrashov, notabene selber hetero, welcher gerade dabei war ein
Banner zu enthüllen, auf welchem stand: "Eine Freundin der
Familie ist eine Lesbe. Meine Frau und ich lieben und
respektieren sie, ihr Lebensstil ist so normal wie unserer, und
ihre Familie ist so gleich wie unsere." Doch bereits diese
harmlosen Worte haben gereicht um polizeilich abgeführt und in
Gewahrsam genommen zu werden.
Doch ans Aufgeben denken die Schwulaktivisten noch längst
nicht, und sie melden sich mit einem Video zu Wort um auf ihre
unerträgliche Situation aufmerksam zu machen. Zudem plant die
Organisation "All Out" eine neue Solidaritätskampagne - und auch
Sergey Kondrashov ist wieder an vorderster Front mit dabei!