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RUSSLAND: Gericht unterstützt Verbot der LGBT-Demonstrationen
family image(13.09.12/dom) Das Stadtgericht von Moskau folgt den Behörden und beurteilt das Verbot einer Demonstration betreffend LGBT-Rechte für rechtmässig. Nikolai Alexyev wollte eine Protestaktion wegen den homophoben Zuständen bei der Fluggesellschaft Aeroflot durchführen...

Am Tag der Zivilluftfahrt am 7. Dezember wollte Schwulenaktivist Nikolai Alexyev in der Nähe der Aeroflot-Büros in Moskau eine Protestaktion durchführen, um damit gegen das äusserst homophobe Arbeitsklima innerhalb der staatlichen, russischen Fluggesellschaft zu demonstrieren. Doch bereits die lokalen Behörden haben die Bewilligung für diese Veranstaltung nicht erteilt, und diesem Urteil sind nun auch die Richter des Moskauer Stadtgericht gefolgt. Als Begründung nennen beide Instanzen, dass es zu Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und Gegnern kommen könnte. Es hätten sich angeblich bereits Bürger gemeldet, welche sich wegen diesem geplanten Event beschwert hätten, erklärten sie weiter. Ein Vertreter der Stadt Moskau sagte zudem während dem Prozess, dass solche Aktionen die religiösen und ethischen geltenden Standards verletzen würden.

Es sind damit einmal mehr die gängigen Floskeln, welcher sich die Behörden und die Richter bedienen um Demonstrationen von Schwulen, Lesben und Transgender zu verhindern. Der bekannte Schwulenaktivist Nikolai Alexyev wollte mit seinem Gang vor Gericht erreichen, dass die Richter die Behörden auffordern, die Demonstration zu bewilligen. Ginge es nach dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, dann müssten die Behörden solche Demonstrationen erlauben, denn diese fallen unter das Recht auf freie Meinungsäusserung und unter das Recht auf Versammlungsfreiheit. Doch bislang wurden solche Aktionen, wie auch alle Gay Prides, jeweils bereits im Vorfeld durch die Behörden verboten. Demonstrieren die Schwulen, Lesben und Transgender trotzdem, ist die Polizei jeweils bereits innert Minuten zur Stelle und es kommt zu Verhaftungen.

In St. Petersburg verhindert ein im März eingeführtes Gesetz solche LGBT-Protestaktionen bereits im Keim (gay.ch berichtete), da sämtliche “Propaganda” für schwullesbische Anliegen grundsätzlich verboten sind, selbst das Tragen von Regenbogenfahnen ist nicht erlaubt und wird mit Geldbussen bestraft. Die russische Hauptstadt Moskau strebt derzeit ein ähnliches Gesetz an.

Innerhalb der Fluggesellschaft Aeroflot herrscht ein extrem homophobes Arbeitsklima. Immer wieder tauchen schockierende Meldungen auf. So wurde etwa im Januar diesen Jahres bekannt, dass ein schwuler Flight Attendant zur Ehe mit einer Frau gezwungen wurde, und wenn er dieser Aufforderung nicht nachkomme, werde ihm gekündigt (gay.ch berichtete).
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