(20.10.11/dom)
Im laufenden Jahr sind in den Niederlanden bereits mindestens
34 schwullesbische Paare zum Umzug gezwungen worden, weil sie
durch ihre Nachbarn derart gemobbt und angegriffen wurden.
Die Zahl jener schwullesbischen Paare, welche ihre Wohnungen
und Häuser verlassen müssen, weil sie von den Nachbarn
angegangen wurden, nahm in den vergangenen Jahren stetig zu.
Während im Jahr 2009 noch 27 Fälle registriert wurden, so waren
es im vergangenen Jahr bereits 29 und in diesem Jahr wurden sind
bereits 34 gemeldet worden. Damit dürfte die Anzahl in diesem
Jahr - es sind noch drei Monate nicht eingerechnet - drastisch
ansteigen.
Die Zahlen sind jedoch mit vorsicht zu geniessen, denn es wird
allgemein angenommen, dass die gemeldeten Fälle nur die Spitze
des Eisbergs ist, und dass es eine grosse Dunkelziffer gibt. Bei
vielen Fällen sei Diskriminierung und "Bullying" nur einer der
Gründe zusammen mit anderen, und deshalb würden sie nicht in der
Statistik aufgeführt. Oder, oftmals würden die Fälle auch anders
gedeutet und deshalb nicht registriert.
Die Daten gesammelt haben eine Organisation, welche sich gegen
Diskriminierungen einsetzt, und verschiedene Polizeistationen.
Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits 158 Meldungen
registriert, dabei war bei 96 Fällen Rassimus das Motiv, bei 34
Fällen die sexuelle Orientierung und bei 11 Fällen war es
Bullying aufgrund einer physischen Behinderung. |