(16.02.10/dom)
Um für das Recht auf Ehe zu demonstrieren, haben sich vier
Teilnehmer des "Freedom to Marry"-Events an die Treppe vor
dem Büro des Stadtverwaltung in Manhattan gekettet - und darauf
wurden sie verhaftet.
Sie treffen sich mehr oder weniger regelmässig vor dem
Büro der Stadtverwaltung von New York, um mit den so genannten
"Freedom to Marry"-Events ihren Unmut darüber kund zu
tun, dass die Schwulen und Lesben in New York nicht heiraten
können. Am Freitag in der letzten Woche haben sie sich wieder
getroffen, diesmal allerdings nur etwa 50 Personen, da derzeit an
der US-Ostküste eine wahre Kältewelle herrscht. Doch die
wenigen Teilnehmer wussten sich trotzdem mit lauten Protestrufen
Gehör zu verschaffen. Im Weiteren ketteten sich vier Teilnehmer
an die Treppe des Verwaltungsgebäudes, um die Mitarbeiter daran
zu hindern, das Gebäude zu betreten. Sie gehören der
Organisation "Queer Rising" an, welche die Proteste
organisiert hat.
Die vier Demonstranten wurden darauf von der Polizei festgenommen
und auf den Posten mitgenommen. Dort wurden sie während Stunden
verhört und festgehalten. Sie müssen sich nun unter
Umständen wegen Ruhestörung und möglicherweise auch
noch wegen dem Blockieren des Eingangs eines öffentlichen
Gebäudes vor Gericht verantworten, teilte "Queer
Rising" mit. In einer Stellungnahme erklärte die
Organisation weiter, dass New York City die Heimat der
Stonewall-Bewegung sei, die grösste Gay und Lesbian Community
im ganzen Land habe, und auch einige der gewählten Politiker
schwul oder lesbisch seien. Wenn die Gesetzgebung des Bundesstaats
den Schwulen und Lesben das Recht auf eine Ehe verweigere, dann sei
das so, wie wenn man einem Yankees Fan den Zugang zum Stadion, oder
einem Priester den Zutritt zur St. Patrick's Cathedral verweigere,
heisst es in der Erklärung weiter.
Queer Rising hat mit den "Freedom to Marry"-Events
begonnen, nachdem der Senat des Bundesstaats New York im vergangenen
Dezember die Einführung der Homo-Ehe angelehnt hat. |