(30.05.12/dom)
Am vergangenen Wochenende kam es in der neuseeländischen
Stadt Auckland zu einem brutalen Überfall auf einen schwulen
Jugendlichen. Der 18-Jährige wurde bis zur Bewusstlosigkeit
verprügelt und dann einfach in einem Graben liegen gelassen.
Auf dem Nachhauseweg von einer Boat Party in Westhaven
Marina, dem Hafen von Auckland, ist es passiert. Der 18-jährige
Zakk d’Larte traf auf drei Männer, welche anfingen ihm
nachzupfeifen. Sie glaubten wohl in der Dunkelheit, dass er eine
Frau sei, erklärte Zakk gegenüber der Polizei. Sie hätten ihm
auch „Sweetie“ und solche Sachen zugerufen. Als sie etwas näher
kamen, und sahen, dass er ein Mann sei, habe sich ihr Verhalten
gleich um 180 Grad gewandelt. Es habe sofort in Aggressionen
umgeschlagen, gab er der Polizei weiter zu Protokoll. Sie hätten
ihn mit widerliche und homophobe Wörter beschimpft.
Dann hätten sie ihn auch tätlich angegangen, sagte er weiter. Er
sei von den drei Männern herumgestossen worden, und als er dann
zu Boden fiel, hätten sie begonnen, ihn zu treten bis er
bewusstlos wurde. Erst nach dreieinhalb Stunden sei er wieder zu
sich gekommen, erklärt Zakk weiter, und er habe sich dann in
einem Graben im Hafen befunden. Er habe grosses Glück gehabt,
dass sie ihn nicht auch noch ausgeraubt und in den Hafen
geworfen haben. Durch den Überfall zog sich Zakk Verletzungen an
der Nase zu, gequetschte Rippen, sowie Verletzungen an der
Wirbelsäule. Dazu zahlreiche Schrammen und Schnittverletzungen
im Gesicht.
Zu diesem Angriff kommt es nur gerade eine Woche nachdem in
Neuseeland eine offizielle Kampagne gegen Homophobie (Link
zur Kampagne) lanciert
wurde, um auf das Problem aufmerksam machen. Entsprechend
erschüttert zeigten sich die Verantwortlichen der "WTF campaign".
Sie unterstreichen dabei, dass diese Kampagne gerade jetzt
besonders wichtig sei: Man habe jetzt den Fall dieses
Jugendlichen, dann werden noch immer Teenager aus dem Haus
geworfen, wenn sie sich outen, und es gibt noch immer Schwule,
Lesben und Transgender, welche in Heilanstalten eingeliefert
werden, um sie zu "heilen".
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