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NAMIBIA: Homo-Ehe in sehr weiter Ferne
family image(03.03.11/dom) Eine namibische Delegation nahm in Genf an der Sitzung einer Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrates teil um dort die Sicht ihres Landes in Bezug auf Homosexualität zu erläutern…

Da die Verfassung in Namibia jegliche Diskriminierung verbietet, erklärten die Delegierten, sei auch Homosexualität legalisiert. In der Bevölkerung hingegen sei die gleichgeschlechtliche Liebe allerdings verpönt und aus diesem Grund sehe die Regierung auch keinen Anlass irgendwelche Schritte in Richtung eines Partnerschaftsgesetzes oder gar der Homo-Ehe zu unternehmen.

Es habe seit der Unabhängigkeit Namibias noch keinen einzigen Gerichtsfall gegeben, bei welchem die sexuelle Orientierung als Strafbestand verurteilt wurde, erklärten die Vertreter Nambias in ihrer Rede. Wie die "Allgemeine Zeitung Namibia" weiter berichtet, haben die Delegierten auch erklärt, dass gleichgeschlechtliche Aktivitäten nur im privaten Rahmen akzeptiert würden und strafrechtlich nicht verfolgt würde, in der Öffentlichkeit sei es allerdings verboten.

Während der Sitzung ging es allerdings nicht nur um das Thema der Homosexualität, sondern, es wurde auch allgemein die Menschenrechte angesprochen. So wurden den Delegierten insgesamt 117 Empfehlungen übergeben und deren Umsetzung gefordert, wobei der Menschenrechtsrat keinerlei rechtliche Möglichkeiten hat auf der Durchsetzung zu pochen. Namibia erklärte sich aber kooperativ zu sein, und viele Empfehlungen seien bereits in der Umsetzungsphase. So soll Namibia unter anderem mehr für die Eindämmung von HIV/Aids unternehmen, die Rechte der Frauen stärken, Menschenhandel und Kinderhandel energischer bekämpfen, sowie verstärkt bei geschlechtsspezifischer Gewalt einschreiten.