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  RUSSLAND: Prozess um Verbot der Pride in Moskau verschoben
  (21.01.10/dom) Die Anhörung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg in Bezug darauf, ob ein Verbot der Pride in Moskau die Menschenrechte verletzte, wurde verschoben.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg räumt der russischen Regierung mehr Zeit ein, um sich für den bevorstehenden Prozess rund um die Gay Pride in Moskau vorzubereiten. Dies hat das Gericht den Organisatoren der Pride in Moskau, welche gleichzeitig zu den Kläger gehören, mitgeteilt.

Im vergangenen September hat das Gericht den Fall offiziell eröffnet, bei dem es neben der Pride der Jahre 2006, 2007 und 2008 um insgesamt rund 160 weitere schwullesbische Veranstaltungen geht, welche von den russischen Behörden verboten wurden. Im Dezember hat sich dann die Regierung Russlands an den Gerichtshof gewendet, um einen Aufschub des Prozesses zu erwirken. Die Arbeitsbelastung für diesen und andere Prozesse, welche gegen Russland noch am laufen sind, seien zu gross. Das Gericht hat nun geurteilt, dass die ersten Anhörungen in diesem Fall auf den 20. Februar verschoben werden.

Die Veranstalter zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Mit dieser Entscheidung sei es sehr unwahrscheinlich, dass ein Urteil innert nützlicher Frist gefällt werde, damit die Pride in diesem Jahr stattfinden könnte. Als Datum für die Moskow Pride haben die Organisatoren den 29. Mai gewählt. Es ist der fünfte Anlauf, um die erste offizielle und von den Behörden genehmigte Gay Pride in Russland durchführen zu können.

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