(28.06.10/dom)
Tausende Schwule, Lesben und Transgender forderten an der Gay
Pride in Mexico-City die Einführung der Homo-Ehe: Derzeit
befassen sich die Richter mit dieser Thematik...
Es war vor einem halben Jahr (gay.ch
berichtete), als die Stadtverwaltung in Mexico-City
beschloss, die Homo-Ehe als erste Stadt in Lateinamerika
einzuführen. Anfangs März war es dann soweit, und die ersten
Paare schlossen den Bund des Lebens.
Dies war denn auch eines der zentralen Themen der Gay Pride von
diesem Wochenende. Denn ganz durch ist der Entscheid leider doch
noch nicht: Vor allem die Kirche sprach sich mit Vehemenz gegen
die Öffnung aus, und der mexikanische Staatspräsident Felipe
Calderon hat nicht zuletzt aus diesem Grund entschieden, den
Ball an die Richter des Obersten Gerichts von Mexiko
weiterzugegeben. Diese haben nun zu entscheiden, ob die
Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in der
mexikanischen Hauptstadt rechtens und mit der Verfassung zu
vereinbaren ist, oder nicht.
Nicht zuletzt wegen diesem bevorstehenden Urteil nahmen sehr
viele Schwule und Lesben an der diesjährigen Gay Pride teil, um
sich auch bei den höchsten Richtern des Landes Gehör zu
verschaffen. Sie forderten, dass die Ehe für schwullesbische
Paare in Mexico-City wie angekündigt umgesetzt wird, und, dass
das Gesetz auch im übrigen Mexiko zur Anwendung kommt. |