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KROATIEN/SCHWEIZ: Busse von UEFA für kroatischen Fussballpräsident
family image(26.05.11/dom) Der Präsident des kroatischen Fussballverbands wurde von der UEFA aufgrund von homophoben Äusserungen zu einer Busse von rund 12000 Franken verdonnert - diese will er aber nicht akzeptieren und er zieht das Urteil weiter.

Im vergangenen November erklärte Vlatko Markovic, seines Zeichens Präsident des kroatischen Fussballverbandes, dass es sicher nie ein schwuler Fussballer bei Kroatien spielen werde, solange er Präsident sei. Er habe auch noch nie einen schwulen Spieler getroffen, da nur gesunde Menschen Fussball spielen könnten, fügte er hinzu. Diese Äusserungen kamen auch der UEFA, dem Europäischen Fussballverband mit Sitz in Nyon am Genfersee, zu Ohren, und sie wollen solche unangebrachten Äusserungen nicht tolerieren. Aus diesem Grund verurteilten sie Markovic zu einer Busse von rund 12'000 Schweizer Franken. Dieser will die Strafe jedoch nicht auf sich sitzen lassen, und er hat nun gestern Berufung eingereicht. Es wird erwartet, dass es im nächsten Monat zu einer weiteren Anhörung in dieser Angelegenheit kommen wird, bis dann erneut ein Urteil gesprochen wird.

Der 74-jährige Markovic wurde nur einen Monat nach den umstrittenen Äusserungen zum vierten Mal für eine vier-jährige Amtszeit als Präsident des kroatischen Fussballverbands gewählt. Doch dies ist nicht sein einziges Amt im internationalen Fussball: Markovic mischelt auch bei Ausschuss der FIFA mit, und es wird erwartet, dass er in der nächsten an einer internationalen FIFA-Konferenz in Zürich, beim Hauptsitz des Verbandes auf dem Zürichberg, mit dabei sein wird.