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KAMERUN: Zehn Frauen verhaftet – weil sie lesbisch sind
family image(27.02.12/dom) Weil sie angeblich lesbisch sein sollen, wurden in Kamerun zehn Frauen verhaftet – sie müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Das Klima für Schwule, Lesben und Transgender verschlechtert sich in Afrika zusehends, dies belegt auch der jüngste Fall in Kamerun. Zehn Frauen wurden verhaftet, weil sie verdächtigt werden, dass sie lesbisch seien. Sie werden nun vor Gericht gestellt, wo ihnen eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren droht, sowie ein erhebliche Geldstrafe.

Die Gründerin der Organisation „Association for the Defense of Homosexuals”, Alice Nkom, erklärte, dass die Verhafteten in den Gefängnissen oft durch Polizeibeamte gefoltert werden, um ihnen auf diese Weise ein Geständnis abzuringen. Auch sie berichtet davon, dass die Situation für LGBTs in Afrika immer gefährlicher werde.

Diese Verhaftungen und die mögliche Folter zeigt deutlich, dass die Gesetze gegen Homosexualität grosser Willkür ausgesetzt sind. Es reicht eine Vermutung oder eine blosse Anschuldigung, und schon werden x-beliebige Personen in verhaftet, egal ob die Vorwürfe Hand und Fuss haben oder nicht. Wie die Richter danach Homosexualität überhaupt nachweisen wollen, ist ebenso unbekannt.

Bereits im April des vergangenen Jahren wurden drei schwule Männer verhaftet, weil sie angeblich schwul sein sollen (gay.ch berichtete), und im November wurden drei weitere Männer aufgrund ihrer Homosexualität zu je fünf Jahren Haft verurteilt (gay.ch berichtete).

Nicht nur in Kamerun verschärft sich die Lage für Schwule, Lesben und Transgender, sondern unter anderem auch in Liberia. Dort stellte die ehemalige First Lady und momentane Senatorin, Jewel Taylor, vor wenigen Tagen ein Gesetz vor, welches die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren offiziell verbietet, und welches Homosexualität zu einem Verbrechen ersten Grades macht.
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