(26.09.12/dom)
Nach verschiedenen Städten quer durch Italien, haben nun auch
die Behörden in Mailand begonnen, schwullesbischen Paaren die
Möglichkeit zu geben, ihre Partnerschaft registrieren zu lassen
– die Anerkennung ist aber ein rein symbolischer Akt und weder
mit irgendwelchen Rechten noch Pflichten verbunden.
Rein formell können gleichgeschlechtliche Paare nun auch in
Mailand ihre Partnerschaft eintragen lassen, damit zieht die
norditalienische Metropole mit anderen Städten gleich, welche
ebenfalls bereits ein solches “Registro delle Unioni Civili“
eingeführt haben. Es war bereits am 26. Juli, als das
Stadtparlament in einer dritten Debatte schliesslich grünes
Licht gab. Damals stimmten 29 für das Anliegen, bei sieben
Gegnern und vier Enthaltungen. Auch der Bürgermeister der Stadt
zeigte sich erfreut über das Resultat. Nur einen Tag später
riefen verschiedene LGBT-Organisationen zudem zu Feierlichkeit
auf dem Rathausplatz auf.
Als erstes Paar liessen sich Paolo Oddi und Paolo Hutter
eintragen – und dies hat einen besonderen Hintergrund. Hutter
ist selber ein ehemaliges Mitglied des Stadtparlament und
seit vielen Jahren ein Kämpfer für die Rechte der Schwulen und
Lesben. 1992, also vor 20 Jahren war er es auch, welcher im Büro
des Bürgermeisters in einer symbolischen Zeremonie zehn
gleichgeschlechtliche Paare verheiratet hat.
Italien ist das letzte Land in "Westeuropa", welches noch kein
Gesetz für gleichgeschlechtliche Paare kennt, weder ein
Partnerschaftsgesetz noch eine Öffnung der Ehe für
schwullesbische Paare. Doch es gibt immer mehr Städte,
welche sich für die LGBT-Community starkmachen. So hat vor
kurzem ein Politiker in Bologna zwei Frauen verheiratet (gay.ch
berichtete), und auch der Bürgermeister von Florenz hat
angekündigt, dass er sich für ein Partnerschaftsgesetz in seiner
Stadt stark machen werde.
|
|
Halte Dich auf dem Laufenden:
|
|