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ITALIEN: Anti-Diskriminierungsgesetz auf dem Weg
family image(26.10.12/dom) Ein Gesetz gegen Homo- und Transphobie wurde in Italien aufgegleist. Nun gelangt der Entwurf zur Debatte in die Abgeordnetenkammer des Parlaments.

Der erste Schritt in Richtung eines Anti-Diskriminierungsgesetzes für Schwule, Lesben und Transgender wurde genommen. Die italienische Rechtskommission des Parlaments hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf genehmigt und nun zur Debatte freigegeben. Möglich gemacht hat dies Anna Paola Concia, eine lesbische Parlamentsabgeordnete, welche den Gesetzesentwurf eingebracht hat. Nun gelangt die Vorlage zur Besprechung in die Camera dei deputati, die Abgeordnetenkammer, wo weiter darüber befunden wird.

Dass ein solches Gesetz nötig ist, darauf wies die LGBT-Organisation „Arcigay“ bereits im vergangenen Jahr hin. Im Jahr 2011 wurden der Organisation nämlich über 100 Hassverbrechen gemeldet. Seit dem Jahr 2009 versuchen es die Linken im Parlament immer wieder ein solches Gesetz einzubringen, doch sie sind jeweils an den Mehrheitsverhältnissen gescheitert. Diesmal stehen die Chancen aber besser. Der Gesetzesentwurf sieht vor, das bereits bestehende Anti-Diskriminierungsgesetz aufgrund von Rassismus auf Homophobie und Transphobie zu erweitern.

Anna Paola Concia zeigte sich erfreut über den Entscheid der Rechtskommission, und fügte hinzu, dass dies bereits das dritte Mal sei, dass man in dieser Regierung versuche die Zustimmung für dieses Anliegen zu erhalten. Federico Palomba, selber Abgeordneter und Autor des Gesetzesentwurf erklärte zudem, dass es nun darum gehe, das Parlament zu überzeugen. Dieser Entwurf müsse von Beiden, sowohl von der Mehrheit, wie auch von der Opposition diskutiert werden. Die Kommission habe nun eine ersten, wichtigen Schritt gemacht, nun sollen die Abgeordneten dieser Kommission dieses Anliegen aber auch noch im Parlament vertreten.
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