(17.08.11/dom)
Obwohl die israelische Armee bereits seit 1993
schwullesbische Soldaten bei den Streitkräften erlaubt, heisst
das noch lange nicht, dass die Armee dann auch gayfriendly ist…
Mittels einer Umfrage innerhalb der israelischen
Streitkräfte sollte das Befinden der offen schwul, respektive
lesbisch lebenden Soldaten untersucht werden. Das Ergebnis ist
anders als erwartet. Obwohl sich die Armee bereits 1993
offiziell für Schwule und Lesben geöffnet hat, gaben bei der
Umfrage rund 45 Prozent an, dass sie aufgrund ihrer sexuellen
Orientierung bereits verbal beleidigt, respektive gemobbt
wurden. Vier Prozent erklärten soagr, dass sie schon physisch
angegangenen wurden.
45 Prozent der befragten Soldaten erklärten, dass sie im Umfeld
ihrer Einheit öfters, oder sehr oft homophobe Sprüche hören,
jedoch nicht gegen sie persönlich gerichtet, bei den
Kampfeinheiten lag der Prozentsatz gar bei 59 Prozent. Bei der
Umfrage erklärten zudem 63 Prozent, dass sie sich bei der
Familie geoutet haben, jedoch nur 32 Prozent gaben an, dass sie
sich auch getraut haben, sich in der Armee zu outen.
Durchgeführt wurde die Befragung durch die Organisation „Israel
Gay Youth“. Derzeit ist bei der israelischen Armee bei 364
Soldaten bekannt, dass sie entweder schwul oder lesbisch sind.
Doch im Versteckten dürften es noch einige mehr sein, erklärte
die Organisation. Das Verteidigungsministerium hat bislang noch
keine Stellungnahme zu den Untersuchungen abgegeben. Gegenüber
den Medien hiess es einzig, dass alle Formen von
Diskriminierungen mit der nötigen Sorgfalt aufgeklärt würden. |