(13.10.12/dom)
Unter dem Stichwort„Community Business“ wurde eine Guideline
entwickelt, mit welcher die Situation von Schwulen, Lesben und
Transgender am Arbeitsplatz in Indien verbessert werden soll.
Gesponsert wird dieses Unterfangen unter anderem auch von
grossen Konzernen wie Google, IBM und Goldman Sachs.
Die LGBT-Community tritt in Asien immer sichtbarer in
Erscheinung, und zwar nicht nur in Indien, sondern quer über den
ganzen Kontinent, und diesem Wandel sollen auch die Firmen
Rechnung tragen, finden die Verantwortlichen des Projekts „Community
Business“. Sie wissen aus Erzählungen, aber auch aufgrund
eigener Untersuchungen, dass Schwule, Lesben und Transgender in
Indien mit Diskriminierungen und Hürden zu kämpfen haben, welche
viele Aspekte in ihrem Leben betreffen, und eben auch den
Arbeitsplatz. Aus diesem Grund richte man sich mit diesem
Projekt im Speziellen an die Arbeitgeber, welche nicht zuletzt
auch aus eigenem Interesse, ein offenes und sicheres
Arbeitsklima für LGBT-Mitarbeiter schaffen sollen. Dies mache
nämlich auch vom geschäftlichen her Sinn, zeigen sich die
Verantwortlichen überzeugt.
„Community Business“ wurde erstmals in Hong Kong vorgestellt, um
auch dort auf das Thema der Diskriminierung von LGBTs am
Arbeitsplatz aufmerksam zu machen. Dass dieses Projekt auch bei
grossen Konzernen auf reges Interesse gestossen ist, zeigt schon
alleine die Tatsache, dass Firmen wie Google, IBM und Goldman
Sachs auf den Zug aufgesprungen sind und „Business Community“ in
ihren Strukturen integriert haben und auch finanziell
unterstützen. Um zudem das Projekt auf das jeweilige Land
massgeschneidert anwenden zu können, arbeiten die Initianten
jeweils vor Ort mit lokalen Organisationen zusammen. Im Fall von
Indien ist dies die Nichtregierungsorganisation Mission for
Indian Gay & Lesbian Empowerment, kurz Mingle. Am Launch-Event
in Mumbai nahmen rund 45 Personen von 25 international tätigen
Organisationen und Firmen teil. Bei einem Nachfolgeevent in
Bangalore werden dann rund achtzig Personen erwartet.
Nach Indien haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, einen
weiteren Workshop im Libanon abzuhalten. Zudem wollen sie mehr
finanzielle Mittel für Untersuchungen in weiteren Staaten
aufwenden, um so in einem zweiten Schritt auch dort das
generelle Arbeitsklima für LGBT-Mitarbeiter zu verbessern.
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