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(01.02.10/dom)
Die Zahlen an neu gemeldeten HIV-Infizierungen haben den tiefsten
Stand seit zehn Jahren erreicht. Wie aus der aktuellen Statistik
hervorgeht, haben sich im Jahr 2009 rund zwanzig Prozent weniger mit
dem Virus angesteckt als im Vorjahr. Bei den Männern, die mit
Männern Sex (MSM) haben, fand der stärkste Rückgang statt.
Während in den vergangenen
Jahren besonders der Anteil der Männer, welche mit Männern Sex
haben, in Bezug auf die HIV-Neuinfizierungen am stärksten zugenommen
hat, so scheint sich nun eine Trendwende eingestellt zu haben. Diese
Personengruppe verzeichnete im Jahr 2009 nämlich den stärksten
Rückgang, während die Werte der anderen Gruppen konstant respektive
nur leicht rückläufig waren. Dies ist eventuell auch auf die
intensiver an die jeweilige Personengruppe gebundene Prävention, so
etwa die Aktion "Mission Possible" zurückzuführen.
Seit dem Jahr 2001 ist es erstmals, dass die Zahl der Neuinfektionen
bei schwulen Männern und anderen MSM, zurückgegangen ist. Wobei die
absolute Zahl mit 242 einzelnen Meldungen etwa dem Stand von 2005
entspricht, aber markant über den 141 Fällen aus dem Jahr 2001
liegt. Der Rückgang bei den MSM liegt im Vergleich zum Vorjahr bei
rund 25 Prozent, wenn man sogar nur die Schweizer MSM anschaut, dann
gingen die Neuinfektionen gar um 34 Prozent zurück. Rund die Hälfte
der neuen Diagnosen in der Personengruppe der MSM stammen aus dem
Kanton Zürich, und ein Viertel aus den Kantonen Waadt und Genf.
Die Trendwende bei den MSM werde wohl so weiter verlaufen, heisst es
seitens des Bundesamts für Gesundheit, dies würden auch die
monatlichen Zahlen zeigen. |