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GRIECHENLAND: Gewalt an der Pride in Thessaloniki
family image(25.06.12/dom) In der nordgriechischen Stadt Thessaloniki wurde die Gay Pride vom vergangenen Wochenende von Gegendemonstranten gestört. Durch das entschiedene Eingreifen der Polizei wurde offenbar niemand verletzt.

Rund 400 Schwule, Lesben, Transgender und ihre Supporter und Familien marschierten am vergangenen Samstag durch das Zentrum der Grossstadt Thessaloniki im Norden Griechenlands um für ihre Rechte und für mehr Akzeptanz und Toleranz zu demonstrieren. Dass dies in dieser Region nicht ohne Gegendemonstrationen geht, war vorauszusehen, und so waren rund fünfzig Personen zugegen, um die Gay Pride zu stören. Sie bewarfen die Teilnehmer mit Eiern und Wasserflaschen, doch durch das rasche und entschlossene Durchgreifen der Polizei hat es offenbar keine Verletzten gegeben. Den Sicherheitskräften gelang es schnell die Teilnehmer abzuschirmen und die Unruhestifter in Schach zu halten.

Für die Störaktionen in Thessaloniki dürfte nicht zuletzt der griechisch-orthodoxe Geistliche Anthimos verantwortlich sein. Er äussert sich immer wieder öffentlich zu politischen und sozialen Themen, und er stösst vor allem bei den konservativen Griechisch-Orthodoxen auf Gehör. Erst wenige Tage vor der Pride hat er den geplanten Event kritisiert. Unter den Gegendemonstranten dürfte es aber auch Ultranationalisten und Neo-Nazis gehabt haben – ein Phänomen, welches auch von den angrenzenden Balkanstaaten her bekannt ist.

In der griechischen Hauptstadt Athen findet ebenfalls jedes Jahr eine Gay Pride statt, welche jedoch normalerweise friedlich und ohne Zwischenfälle verläuft.
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