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GAMBIA: 15 Verhaftungen wegen Verdacht auf Homosexualität
family image(12.04.12/dom) Weil sie schwul sein sollen, hat die Polizei im westafrikanischen Gambia am Montagabend kurzerhand 15 Männer verhaftet und in Gewahrsam genommen.

In einer Bar in einem Vorort der Hauptstadt Banjul sollen öffentlich homosexuelle Aktivitäten stattfinden und die gleichgeschlechtliche Liebe soll angeblich promotet werden. Diesen Tipp erhielten die Polizeibeamten aus der Bevölkerung, wie es laut Medienberichten heisst. Darauf fuhr die Polizei in diesem auch bei Touristen beliebten Viertel ein und nahm in der Bar 15 Männer fest. 14 davon waren aus Gambia selber, einer aus dem benachbarten Senegal.

Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie entsprechend verurteilt würden, sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind. Gambia stand in den vergangenen Jahren mehrfach in der Kritik aufgrund der grassierenden Homophobie. Diese wird mitunter auch von oberster, politischer Stelle gefördert und angeheizt. So verurteilte Yahya Jammeh, der Präsident von Gambia, Homosexualität bereits mehrfach. Im Jahr 2008 befürwortete er gar, dass Schwule geköpft werden sollen - diese Aussage relativierte er aber später wieder.

Die Gesetzgebung in Gambia sieht derzeit vor, dass die gleichgeschlechtliche Liebe sowohl für Männer, wie auch für Frauen verboten wird. Bei Zuwiderhandlung drohen bis zu 14 Jahre Haft.
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