DEUTSCHLAND: DFB-Präsident will schwulen Fussballern helfen
family image(27.01.10/dom) Bereits bei seinem Amtsantritt setzte der Präsident des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, den Kampf gegen Homophobie ganz oben auf seine Prioritätenliste.

Er wolle ein Klima im Fussball schaffen, in welchem sich auch aktive Profispieler ohne Probleme zu bekommen als schwul outen können. Die Homophobie sei lange Zeit vernachlässigt worden, meinte Theo Zwanziger in seiner Funktion als DFB-Präsident in seinem Vortrag vor dem Völkinger Kreis, dem deutschen Berufsverband für schwule Führungskräfte. Das Outing dürfe nicht zum Spiessrutenlauf werden, erklärte er weiter.

Seit 2004, seinem Amtsantritt, kämpft Theo Zwanziger als erster DFB-Präsident überhaupt öffentlich gegen Schwulenfeindlichkeiten im Sport, insbesondere im Fussball. Er hoffe, dass sich ein aktiver Profispieler zum Outing durchringen könne. Dies würde dann Signalwirkung auf weitere Sportler haben. In seinem Vortrag bot er den schwulen Spielern auch Hilfe bei diesem Prozess an. Er werde ein Coming-Out mit allen begleiten, und soweit nötig unterstützen.

Diese Unterstützung wird unbedingt nötig sein, denn eines ist sicher: Derjenige, der sich als erstes outet wird für einen riesigen Wirbel sorgen. Eine bessere Möglichkeit wäre es, wenn sich eine Gruppe von Spielern, dann mit der Unterstützung des Deutschen Fussball-Bundes, gemeinsam und zeitgleich outen würden. Der öffentliche Druck würde sich dabei auf mehrere Personen verteilen.