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EUROPA: LGBTs geben im Jahr 60 Milliarden Franken pro Jahr fürs Reisen aus
family image(31.10.12/dom) Offen lebende Schwule und Lesben sind besonders reisefreudig, dies belegt eine neue Studie einmal mehr, welche die Gay European Tourism Association nun veröffentlicht hat. Obwohl sie nur geschätzte 2.6 Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind sie für acht Prozent aller Reiseausgaben in Europa verantwortlich, was rund 60 Milliarden Franken entspricht.

In der Europäischen Union werden pro Jahr rund 763 Milliarden Franken für Reisen ausgegeben, sprich für Transport, Unterkunft und so weiter. Für acht Prozent, oder rund 60 Milliarden Franken, von dieser enormen Summe sind alleine die LGBTs veranwortlich, heisst es in der Studie, welche die Gay European Tourism Association nun veröffentlicht hat. Dies, obwohl der Anteil der offen lebenden Schwulen, Lesben und Transgender gemessen an der Gesamtbevölkerung nur einen geschätzten Anteil von etwa 2.6 Prozent hat. Dabei rechneten die Autoren der Studie mit rund 26 Millionen LGBTs in Europa, wobei der Anteil von Land zu Land stark variiert, da nur die offen lebenden Homosexuellen berücksichtig wurden. So reicht der Anteil in Westeuropa von fünf bis zehn Prozent, während in der Türkei und in Staaten der ehemaligen Sowjetunion nur ein Anteil von 0.25 Prozent angenommen wurde.

In der Studie wird festgehalten, dass zu den 60 Milliarden nochmals rund 135 Milliarden Franken hinzukommen, nämlich von Schwulen und Lesben, welche etwa aus Ländern wie den USA, Kanada, Brasilien, Australien, Japan oder Israel nach Europa reisen und ihr Geld hier ausgeben. Kein Wunder also, dass immer mehr Firmen von grossen Hotelketten wie Marriott, Fluggesellschaften wie Lufthansa, British Airways und Swiss, sowie auch Autovermietungen auf den Zug aufspringen, und speziell auf LGBTs zugeschnittene Angebote lancieren.

Die Autoren der jüngsten Studie unterstreichen denn auch, dass man nicht ein ganzes Hotel pink anmalen müsse um schwule Gäste anzuziehen. Man müsse einfach dafür sorgen, dass sich LGBT Gäste willkommen fühlen. Wenn man es beispielsweise in Frage stelle, wenn zwei Männer respektive zwei Frauen ein Doppelbett teilen möchten, oder wenn man schwullesbische Paare nicht von Honeymoon- oder Valentinstagsangeboten profitieren lässt, dann kommen diese Paare nicht mehr ins Hotel zurück. Weiter schreiben sie: Vielmehr könne man von den LGBT-Touristen profitieren, da diese beispielsweise nicht während den Schulferien unterwegs sind.
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