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EU: Unterstützung für LGBTs in Russland
family image(14.12.11/dom) Am Dienstag wurde Catherine Ashton, der Hohen Vertreterin der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik, eine Petition mit insgesamt rund 250’000 Unterschriften überreicht um damit die EU aufzufordern, die Menschenrechte der Schwulen, Lesben und Transgender in Russland aktiv zu unterstützen. Ashton versprach darauf direkt auf Premierminister Wladimir Putin zuzugehen.

Es waren 246’245 Unterschriften, um genau zu sein, welche die Organisation AllOut.org innert kürzester Zeit auf der ganzen Welt gesammelt hat, um damit die EU zum Handeln in Russland zu bewegen. Obwohl der Gerichtshof für Menschenrechte den LGBTs das Recht auf freie Meinungsäusserung und Demonstration zugesprochen hat, werden in russischen Städten wie Moskau und St. Petersburg nach wie vor keine Gay Prides erlaubt. Zudem sind gerade in jüngster Zeit Gesetze ausgearbeitet worden, welche unter anderem das „Werben“ für Homosexualität unter Strafe stellen. Darin wird unter anderem auch Homosexualität mit Pädophilie gleichgestellt. Da die Gesetze zudem einmal mehr viel Interpretationsspielraum offen lassen, wird es für Schwule, Lesben und Transgender umso gefährlicher.

Die Hohe Vertreterin der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, nahm die Unterschriften am Dienstag zusammen mit dem Präsident der LGBT-Intergroup entgegen. Ashton erklärte dabei, dass sie dieses Anliegen unterstütze und direkt mit dem russischen Premierminister Wladimir Putin darüber sprechen werde. Dies sei ein grosser Augenblick, heisst es von Seiten der Organisation AllOut.org, denn tausende Menschen rund um den Globus haben ihre Stimme erhoben, um auf diese Problematik hinzuweisen. Die Anliegen der russischen Schwulenaktivisten wurden dabei auf der höchsten, internationalen Ebene gehört.

Die Zeit drängt. Nachdem St. Petersburg nämlich jenes Gesetz vorgestellt hat, welches das "Werben" für Homosexualität verbietet, ist die Stadt Moskau nur wenige Tage später auch auf den Zug aufgesprungen  und hat ebenfalls ein solches Gesetz vorgestellt. Der Vize-Premierminister Russlands, Dmitri Kosak, hat darauf angekündigt, dass er auch einen Entwurf ausarbeitet, welcher ein landesweites Verbot von Schwulenprotesten, Gay Prides und Schwulenpropaganda vorsieht. Neben der EU hat aber auch die USA angekündigt, dass sie Russland auffordern werden, dieses Gesetz fallen zu lassen.