(27.01.12/dom)
Am Donnerstag wurde im Innern des Berliner Denkmal für die im
Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ein neues Video
installiert.
Das Denkmal besteht aus einem kubusförmigen Stein, mit einer
kleinen Glasscheibe, durch welche man ins Innere des Denkmals
auf einen Film blicken kann. Es steht im Tiergarten in der Nähe
des Holocaust Mahnmal und wurde 2008 von Berlins Regierendem
Bürgermeister Klaus Wowereit feierlich eingeweiht. Seither war
ein Film in Endlosschleife zusehen, welcher zwei sich küssende
Männer zeigt. Dieser Film wurde nun am Donnerstag ausgewechselt
und fortan werden mehrere Facetten des schwullesbischen Lebens
gezeigt. So wird neben einem schwulen neu auch ein lesbisches
Paar und eine Regenbogenfamilie gezeigt. Die Erwachsenen küssen
sich auch in diesem Film wieder, doch diesmal wird auch die
Reaktion der Umgebung dargestellt.
Wie der Lesben- und Schwulenverband Deutschland(LSVD) mitteilt,
soll das Denkmal die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die
Erinnerung an das Unrecht wachhalten und ein beständiges Zeichen
gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber
Schwulen und Lesben setzen. Dass heute noch ein Kuss im
öffentlichen Raum eine Gefahr bedeuten könne. deute der Film
ebenfalls an, schreibt der LSVD in einer Mitteilung weiter.
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