(15.12.10/dom)
Eine aktuelle Umfrage betreffend der Einführung der so
genannten Homo-Ehe im australische Bundesstaat Western Australia.
Die Wogen innerhalb der Gay Community gingen hoch, als
Premierminister von "Western Australia", Colin Barnett,
öffentlich erklärte, dass er daran glaube, dass die Ehe nur
zwischen Mann und Frau geschlossen werden dürfe. Er unterstützte
aber ein Partnerschaftsgesetz, welches gleichgeschlechtlichen
Paare die Möglichkeit gibt, dass sie ihre Beziehung rechtlich
absichern können. Damit vertritt der Premier aber offenbar nicht
die Haltung der Bevölkerung des Bundesstaats, denn eine jüngste
Umfrage hat nun aufgezeigt, dass sich eine Mehrheit für die
Einführung der so genannten Homo-Ehe aussprechen würde.
Für die Umfrage wurden in der letzten Woche 400 Personen
befragt, und als Resultat sprachen sich 61 Prozent für die
Einführung der Homo-Ehe aus. Nur 33 Prozent konnten sich mit dem
Anliegen nicht anfreunden, während sich sechs Prozent noch keine
Meinung zu diesem Thema gebildet haben. Die Unterstützung bei
der Bevölkerungsgruppe der unter 35-Jährigen war sogar noch um
einiges grösser: 77 Prozent sprachen sich für die Öffnung der
Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aus, während nur 16 Prozent
dagegen waren.
Im Rahmen der Umfrage zeigten sich aber auch Gräben in Bezug auf
die Ansichten innerhalb verschiedenen Bevölkerungsgruppen. So
sprachen sich die Frauen, Grüne und Einwohner der Metropole
Perth viel stärker für die so genannte Homo-Ehe aus, als Männer
und Bewohner der ländlichen Gebiete. So zeigte sich bei jenen,
welche jeweils die Grüne-Partei wählen, der deutlichste Zuspruch
für das Anliegen aus, nämlich 97 Prozent aller Befragten.
Wähler, welche jeweils für die "Coalition" stimmen, eine Gruppe
von Mitte-Rechts-Parteien, sprachen sich zu 49 Prozent für die
Homo-Ehe aus, während 45 Prozent dagegen waren. Bei "Labour"-Wählern
waren es siebzig Prozent dafür und 25 Prozent dagegen. In Bezug
auf das Geschlecht, sprachen sich rund siebzig Prozent der
Frauen für die Homo-Ehe aus, während es bei den Männern nur 52
Prozent sind. |