(20.09.12/dom)
***UPDATE*** Weniger als 24 Stunden nach der Abstimmung im
Repräsentantenhaus, hat sich nun auch der Senat gegen Marriage
Equality ausgesprochen: Mit 41 zu 26 Stimmen.
(19.09.12/dom)
Das australische Repräsentantenhaus hat sich mit 98 zu 42
Stimmen gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche
Paare ausgesprochen – ein schwacher Trost: Noch nie waren so
viele Abgeordnete für das Anliegen wie diesmal, auch wenn es mit
deutlicher Mehrheit nicht gereicht hat.
Dass sie gegen Marriage Equality ist, hat die australische
Premierministerin Julia Gillard bereits mehrfach unterstrichen,
und so hat sie im Repräsentantenhaus auch dagegen gestimmt,
ebenso wie der Führer der Opposition, Tony Abbott, und der
frühere Premierminister Kevin Rudd. Insgesamt stimmten 98
Abgeordnete gegen das Anliegen, und nur 42 dafür. Da ist es
ein schwacher Trost, dass noch nie so viele Abgeordnete für die
Öffnung der Ehe gestimmt haben wie diesmal. Zu den Supportern
gehörten unter anderem die Justizministerin Nicola Roxon, sowie
Transport- und Infrastrukturminister Anthony Albanese.
Die Befürworter zeigten sich entsprechend enttäuscht ob diesem
deutlichen Ergebnis. So erklärten sie, dass das Parlament damit
einen Wunsch der Mehrheit der Australier abgeschmettert habe. Es
sei nun an der Zeit, dass die einzelnen Bundesstaaten
diesbezüglich die Führung übernehmen würden, fügten sie hinzu, denn
unter anderem Tasmanien, ACT, South und auch Western Australia
haben signalisiert, dass sie die Ehe auf Ebene der Bundesstaaten
öffnen wollen (gay.ch
berichtete).
Nach dem Repräsentantenhaus ist es nun noch am Senat um über
Marriage Equality abzustimmen, doch auch hier ist es sehr
unwahrscheinlich, dass die nötige Mehrheit zusammenkommt.
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