(28.11.11/dom)
Vermutlich um sich von ihrer grossherzigen Seite zu zeigen,
hatten die Australier die Möglichkeit an einer Charity Auktion
ein Nachtessen mit der Premierministerin Julia Gillard zu
ersteigern, doch…
…offenbar möchte diese immer noch selber darüber
entscheiden, wer sich an ihren Tisch setzen darf, und wer nicht.
Eine LGBT-Organisation hat sich dieses Essen nämlich ganz schön
was kosten lassen, anno dazumal, doch einen Termin für das
Dinner gibt es noch immer nicht.
Die Organisation „GetUp!“ war es, welche für das Nachtessen sage
und schreibe 31'000 Australische Dollar – rund 28‘300 Schweizer
Franken - hinblätterte, um sich mit der Premierministerin zu
treffen. Ihr Plan war es, dass sie schwullesbische Paare zu
diesem Essen schicken, welche Julia Gillard ihr Anliegen für die
Einführung der Homo-Ehe präsentieren sollen. In der
Vergangenheit hat sich die Premierministerin nämlich immer gegen
dieses Anliegen ausgesprochen.
Mit dieser Auktion hat „GetUp“ wohl nicht ganz im Sinne von
Gillard gehandelt, denn die Premierministerin hat offenbar auf
ein gemütliches Nachtessen gehofft. Doch nun ist alles anders
gekommen, und Julia Gillard regierte auf ihre eigene Weise.
Bislang hat sich die Premierministerin nämlich einfach geweigert
ein Datum für das Dinner abzumachen – und die Auktion fand doch
immerhin schon im Juni statt. Sie sei sehr beschäftigt, heisst
es aus ihrem Umfeld. Komisch ist aber, dass eine der Bedingungen
vor der Auktion war, dass ein Termin innert zwei Wochen zustande
kommen sollte.
Doch für die Verzögerungstaktik könnte auch ein anderer Fakt
sprechen: In den kommenden Tagen soll nämlich die Politik über
die Öffnung der Ehe debattieren.
Bericht vom australischen Fernsehen:
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