(04.02.10/dom)
Die Dokumentation "Tabubruch - Der neue Weg von
Homosexualität im Fussball" ist für den
Adolf-Grimme-Preis nominiert worden.
Er zählt zu den renommiertesten Fernsehpreisen in Deutschland,
der Adolf-Grimme-Preis, benannt nach dem ersten Generaldirektor des
Nordwestdeutschen Rundfunks. Seit 1964 werden mit der Auszeichnung
Fernsehsendungen und Produktionen gewürdigt, welche, so heisst
es in den Statuten des Grimme Instituts, "die spezifischen
Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise
nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die
Fernsehpraxis sein können".
Für den Adolf-Grimme-Preis 2010 ist in diesem Jahr die
Dokumentation von Aljoscha Pause nominiert. Im Namen des DSF, dem
Deutschen Sportfernsehen, drehte der Filmemacher "Tabubruch -
Der neue Weg von Homosexualität im Fussball", welche am
19. Mai 2009 erstmals ausgestrahlt wurde. Die Jury begründete
die Nomination mit der journalistisch herausragenden und der mutigen
Leistung.
Aljoscha Pause durfte während den Dreharbeiten einen exklusiven
Blick hinter die Kulissen des Deutschen Fussballbundes DFB werfen,
Meetings besuchen und so begleitete er mit seiner Kamera auch den
ersten Auftritt des DFB an einem Christopher Street Days. Daneben
äussersten sich auch zahlreiche Aushängeschilder des
deutschen, und des internationalen Fussballs zu dieser Thematik -
mitunter auch mit kritischen bis homophoben Äusserungen. Für
den Film arbeitete der DSF-Filmautor unter anderem auch eng mit der
Deutschen Akademie für Fussball-Kultur zusammen.
Für Aljoscha Pause ist es nicht die erste Dokumentation zu
diesem Thema. Bereits 2008 stellte er den Film "Das grosse Tabu
- Homosexualität und Fussball" vor, und mit diesem wurde
er auch vom BLS, dem Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen,
mit dem Felix Rexhausen-Preis ausgezeichnet. |