|
(07.02.10/ga)
Als
aufrechter und unbestechlicher Journalist arbeitet
Mikael Blomqvist bei der Zeitung "Millennium". Seine
Haupttätigkeit ist es, unseriöse Geschäfte aufzudecken
und diese publik zu machen. Er arbeitet äusserst präzise
und sauber, Eigenschaften die es braucht, um einem ganz
speziellen Fall nachzugehen. Aus diesem Grund wird er
vom 82-jährigen Patriarchen Henrik Vanger angeheuert: Er
soll ein 40-jähriges Geheimnis der Familie lüften und
das Verschwinden seiner Nichte Harriet klären. Wie es
der Zufall will, macht er bei den ersten Ermittlungen
Bekanntschaft mit der nicht gerade sozialen Hackerin
Lisbeth Salander. Er muss jedoch schnell feststellen,
dass diese, trotz ihrer eher abneigenden Art zur ganzen
Welt über Fähigkeiten und Wissen verfügt, ohne die er
kaum einen Schritt weiter kommt...
"Verblendung" ist der erste Teil der "Millennium-Trilogie"
der Romane von Stieg Larsson. Wie die Namen der Personen
schon vermuten lassen, handelt es sich um eine
schwedische Verfilmung, was für den Film durchaus von
Vorteil ist. Denn der Filminhalt wird, im Gegensatz zu
vielen (wenn nicht allen) Hollywood-Produktionen, auf
das wesentliche konzentriert und bietet keinerlei
Momente, in denen eine Handlung in irgendeiner Form
ablenkend oder gar unnötig wäre. Auch kommt er ohne
Spezialeffekte aus, wodurch der spannende Krimi ein umso
realistischeres Ambiente versprüht. Man ist von Anfang
bis zum Schluss konzentriert, das Geschehene zu
verarbeiten (u.a. auch dank den teils sehr direkten und
aussagekräftigen Szenen) und die Puzzleteile
zusammenzufügen. Langeweile? Keine Minute - und das soll
was heissen!
Die Verfilmung des zweiten Buches
"Verdammnis" läuft gleichzeitig zur
Veröffentlichung des ersten Teils auf DVD/Blu-Ray in den
Kinos an - was natürlich gekonnt terminiert wurde. Ideal
auch dafür, um den Leuten die Möglichkeit zu geben das
versäumte nachzuholen und dann ins Kino zu gehen. Ab
Juni folgt dann der letzte Teil der Trilogie mit der
Verfilmung des Romans "Vergebung".
Hoffen wir, dass das Marketing dann ebenso entscheidet
und die DVD/Blu-Ray des "Verdammnisses" veröffentlicht
wird.
Die komplette Story aus den Federn von Stieg Larsson
kann natürlich jetzt schon in Buchform gelesen werden.
Man sagt allgemein, dies sollte man bei einer Verfilmung
lieber unterlassen. Die Enttäuschung könnte danach beim
Film gross sein. Zu viele Details im Buch werden
ausgelassen. Es möge bei vielen so sein. Doch hier führt
das vorherige Lesen eher dazu, dass man den Film noch
intensiver erleben, und den Inhalt von beiden Medien zu
einem verschmelzen lassen kann. Für leidenschaftliche
Krimiliebhaber also wärmstens empfohlen (sofern man Zeit
dafür findet).
Nervenkitzel und durchgehende Spannung mit einer
150-minütigen Filmlänge. Diese Kombination ist einfach
top! |